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Sommerferien-Fazit am Kassel Airport: Nach Coronapause zog es viele Urlauber in die Ferne

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Von: Denise Dörries

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Zu einem Drei-Generationen-Urlaub ist Kimara (vorn links) mit Oma Carina Saure (rechts) und Uroma Margot Kiepe (hinten links) nach Ägypten aufgebrochen.
Zu einem Drei-Generationen-Urlaub ist Kimara (vorn links) mit Oma Carina Saure (rechts) und Uroma Margot Kiepe (hinten links) nach Ägypten aufgebrochen. © Dörries, Denise

Die Sommerferien gehen bald zu Ende – ab nächster Woche heißt es in Hessen wieder: ab in die Schule. Am Kassel Airport ist aber immer noch einiges los.

Calden – Am Flughafen tummelten sich zuletzt Paare, Familien mit Kleinkindern und vereinzelt noch ein paar Kinder im Schulalter, die die letzten Tage für einen Kurztrip am Meer nutzen wollen. Außerdem sind auch Fluggäste aus anderen Bundesländern unterwegs, die noch etwas Ferienzeit vor sich haben. Ein Überblick.

Um 13 Uhr geht der nächste Flieger in Richtung Ägypten/Hurghada. Unter den wartenden Urlaubern am Check-in sind auch Rico und Ben mit ihren Eltern. Sie haben noch bis Mitte September Ferien, da sie aus Würzburg kommen, und planen ihren Urlaub in Ägypten schon genauestens durch: „Wir wollen planschen und schnorcheln.“ Rico kommt nach den Ferien in die dritte Klasse, sein Bruder in die sechste. Nicht nur in puncto Urlaubsplanung waren die Geschwister einer Meinung. Auf die Frage, ob sie sich schon wieder auf die Schule freuen würden, antworten beide mit einem klaren und lautstarken „Nein!“ Auch die Eltern der beiden Jungs freuen sich auf den Urlaub. „Unsere Freude ist doppelt so groß, weil wir seit Corona nicht mehr weg waren“, erzählt Mutter Ursula Gerhard.

Die Freude über das Verreisen nach der zähen Coronapause ist auf dem gesamten Flughafengelände groß. Zwischen den Urlaubern stehen auch Annette und Henry Markner aus Schweinfurt. Das Ehepaar reist schon seit über 20 Jahren nach Hurghada – den Alltagstrubel können sie am kleinen Caldener Flughafen hinter sich lassen. Die Vorfreude ist jedes Mal groß, wie Annette Markner erzählt: „Wir haben da Freunde und Bekannte. Die sind für uns zur zweiten Familie geworden, da freut man sich natürlich, alle wiederzusehen.“

Das Ehepaar Annette und Henry Markner reist schon seit über 20 Jahren nach Hurghada. Inzwischen haben die beiden dort Eigentum.
Das Ehepaar Annette und Henry Markner reist schon seit über 20 Jahren nach Hurghada. Inzwischen haben die beiden dort Eigentum. © Dörries, Denise

Zu einem Urlaub der besonderen Art bricht die sechsjährige Kimara gemeinsam mit ihrer Oma und Uroma auf. „Wir machen einen Drei-Generationen-Urlaub“, sagt Oma Carina Saure. „Die Mama musste bei dem drei Monate alten Baby bleiben, sonst wären sogar vier Generationen zusammen unterwegs“, fährt sie fort. „Ich freue mich riesig auf das Wasser“, erzählt Kimara. Im Urlaub möchte sie außerdem unbedingt ihre Lieblingstiere sehen: Delfine. Vor dem Flug hat das Mädchen keine Angst, denn sie war schon einmal auf Mallorca.

Frisch gebräunt von der spanischen Insel kommen auch einige Urlaubsrückkehrer am Flughafen an. Gegen 10.30 Uhr landet die Sundair Maschine aus Palma. Unter den Gästen befindet sich Birgit Stark-Seibert. Zusammen mit ihrer Freundin Martina Müller machte sie einen Mädelstrip auf die beliebte balearische Insel. Stark-Seiberts Ehemann holt die Urlauber ab. Im Schlepptau: Hündin Mia, die aufgeregt und voller Vorfreude auf Frauchen zwischen den Füßen umher tanzt.

„Dieses Mal war mein Mann nicht mit, aber wir machen schon lange Urlaub auf Mallorca“, erzählt Stark-Seibert. Sogar so lange, dass sie mit ihm zusammen erst einmal überlegen muss, wie viele Jahre mittlerweile zusammen gekommen sind. „20 Jahre“, kommt dann prompt die Antwort ihres Mannes. Die Mentalität der Spanier bewundert sie am meisten an ihrem Lieblingsurlaubsort. „Ich lerne sogar Spanisch“, sagt sie.

Zurück von Mallorca ist Birgit Stark-Seibert, die sich freut, Hündin Mia wiederzusehen.
Zurück von Mallorca ist Birgit Stark-Seibert, die sich freut, Hündin Mia wiederzusehen. © Dörries, Denise

Dass die Insel mehr zu bieten hat als Party am Ballermann, bestätigen auch Marlene Röhre und Florian Adamietz. „Wir haben eine Jeep-Safari gemacht, den Ballermann haben wir nur ganz kurz mal besichtigt“, berichten die Urlauber. Das junge Paar hat eine Woche Urlaub auf Mallorca gemacht, bevor es nun wieder in den Arbeitsalltag geht. Das Ferienende wird mit einem Blick durch die Flughafenhalle deutlich: Kaum noch Schulkinder sind unterwegs. „So kurz vor dem Schulstart sieht man überwiegend Paare und Familien mit Kleinkindern“, sagt Angelika Schmidt-Schulz, Informations- und Servicemitarbeiterin am Airport. Sie zeigt sich zufrieden: „Die erste große Urlaubssaison nach der Coronapause ist auf dem Flughafen gut verlaufen und ohne große Probleme über die Bühne gegangen.“ (Denise Dörries)

Am Informationsschalter des Flughafens sitzt Angelika Schmidt-Schulz. Sie zeigt sich mit der ersten Urlaubssaison nach der Coronapause zufrieden.
Am Informationsschalter des Flughafens sitzt Angelika Schmidt-Schulz. Sie zeigt sich mit der ersten Urlaubssaison nach der Coronapause zufrieden. © Dörries, Denise

Nicht alles lief reibungslos ab

Die Urlauber, die Ende August am Kassel Airport anzutreffen waren, zeigten sich weitestgehend zufrieden mit dem Flugbetrieb. Doch nicht alles lief während des Sommerflugplans reibungslos. So waren zwischenzeitlich im Mai und Juni alle Flüge nach Fuerteventura ausgefallen, weswegen zahlreiche Passagiere erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen mussten (HNA berichtete.) Für diese Linie ist die Fluggesellschaft Sundair verantwortlich.

Von aktuellen belastenden Verschiebungen der Flugzeiten berichtete außerdem Michael Weyer aus Lohfelden. Er habe für Anfang September einen Direktflug von Kassel nach Heraklion/Kreta gebucht. Die Verlegung der Abflugzeit betrage nun jedoch mehr als acht Stunden. „Wir haben uns bewusst für einen Direktflug entschieden. Nun soll es außerdem noch einen Stopp auf Rhodos geben“, schreibt er. Durch diese Zwischenlandung verlängere sich der Flug um fast zwei Stunden. „Durch die Verlegung der Abflugzeit verlieren wir einen Großteil des Urlaubstages“, kritisiert der Lohfeldener.

Trotz mehrmaliger Nachfrage habe sich Sundair nicht mit einem Gegenangebot oder einer Entschädigung bei ihm und seiner Familie gemeldet. Auf HNA-Anfrage antwortete Sundair gestern bis Redaktionsschluss ebenfalls nicht.  (neu)

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