Über 200 Influenza-Fälle in vergangenen Wochen

Stadt und Kreis Kassel: Grippe forderte sechs Todesopfer

Hofgeismar. Die Grippe hat die Region erfasst und bereits sechs Todesopfer gefordert. Das bestätigt das Gesundheitsamt Region Kassel. 

In der Nordspitze ist die Lage recht unterschiedlich: Während einige Betriebe und Einrichtungen eine Häufung von Krankheitsfällen melden, sind andere verschont geblieben. 

„Die Grippeaktivität ist sehr hoch“, sagt Dr. Markus Schimmelpfennig, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. Weil die Grippe eine meldepflichtige Infektionskrankheit ist, verfügt das Gesundheitsamt über die Zahl der nachgewiesenen Fälle. Das waren in Stadt und Landkreis in der fünften Kalenderwoche 68, in der sechsten Woche 92 und in dieser Woche von Montag bis Freitag schon 72 Fälle. „Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren in diesem Zeitraum.“ Schimmelpfennig weist darauf hin, dass die Zahl der tatsächlichen Grippefälle höher ist, weil nicht jeder Erkrankte zum Arzt gehe und nicht jeder Arzt von jedem Patienten einen Abstrich ins Labor schicke.

Dass die Grippe diesmal ernst zu nehmen ist, lässt sich auch an den sechs Todesopfern sehen, die es in Stadt und Kreis gibt. „Aus unserer Erfahrung sind sechs Todesfälle bis heute viel“, sagt Schimmelpfennig.

Mit einer Epidemie hatte vor zwei Wochen die Evangelische Altenhilfe in Hofgeismar zu kämpfen: Im Demenzwohnbereich seien 90 Prozent der Bewohner und zwölf Mitarbeiter erkrankt, erklärt Corinna Leimbach, Qualitätsbeauftragte für den Heimbereich. Das Gesundheitsamt riet zum Verzehr von vitaminreichen Kiwis – mit Erfolg. Nun sei man wachsam wegen möglicher Rückfälle, sagt Leimbach.

Es gebe vermehrt Grippefälle in der Kreisklinik Hofgeismar, bestätigt auch die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH). Das gehöre aber zum Saisonverlauf. Von einer Welle will man dort nicht sprechen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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