Stadtverordnete beschließen Beitritt zur Energiegenossenschaft Reinhardswald

Trendelburg will von Windkraft profitieren

Trendelburg. Die Stadt Trendelburg will wirtschaftlich vom Boom der Windkraft profitieren. Deshalb haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig den Beitritt zur Energiegenossenschaft Reinhardswald eG beschlossen.

Dem Beschluss zufolge übernimmt die Stadt einen Anteil von 1000 Euro an der Genossenschaft. Diesen Anteil hatte bislang Bürgermeister Kai Georg Bachmann gehalten. Er hatte im vergangenen Jahr mit acht anderen Bürgermeistern der Reinhardswald Anrainer-Kommunen die Genossenschaft gegründet.

Erklärtes Ziel der eG ist es, dass die Kommunen nicht nur die Belastungen, die durch die rieisgen Windräder entstehen, tragen, sondern auch an dem prognostizierten wirtschaftlichen Erfolg partizipieren.

Bis zu 25 Windkraftanlagen im Bereich der Stadt Trendelburg und hier vor allem im Stadtteil Gottsbüren hält Bürgermeister Kai Georg Bachmann für eine realistische Annahme. Da gegenwärtig eine Anlage neuen Typs mit einer Gesamthöhe von 200 Meter und einer Spitzenleistung von 3 Megawatt elektrischer Leistung mit rund fünf Millionen Euro zu veranschlagen ist, würde das eine Investitonssumme von 125 Millionen Euro auslösen.

Im ersten Schritt will sich die Genossenschaft um die Pachtung solcher Flächen bewerben, auf denen die Nutzung der Windkraft als lohnend erscheint. Solche Flächen befinden sich alle im Forstgutsbezirk Reinhardswald und damit über HessenForst im Besitz des Landes. Damit wäre die Stadt dann in die Lage versetzt, Flächen vorhalten zu können.

Bürgermeister Bachmann teilte mit, dass nach ersten Gesprächen HessenForst sich offen gezeigt habe, der Energiegenossenschaft Reinhardswald entsprechende Flächen zu verpachten - bei Wirtschaftlichkeit des Angebots. Wenn die Anpachtung gelinge, so könnten diese Flächen - allesamt auf den Höhenlagen rund um Gottsbüren - erschlossen und für den Bau von Windkraftanlagen vorbereitet werden.

Daran würden sich dann die konkrete Projektierung und am Ende der Betrieb der Anlagen anschließen. Hier sollten dann die Bürger beteiligt werden. die rechtliche Form könnte dann beispielsweise eine GmbH&CoKG sein, in der ein Projektierer als Kommnanditist beteiligt sein könne, skizzierte Bachmann das weitere vorgehen.

Ziel sei, so der Bürgermesiter: „Die Wertschöpfung während der Planung, des Baus und des Betriebs vor Ort zu sichern.“ FWG-Fraktionsvorsitzender Gerhard Niemeyer sagte, „auch das Land muss ein Interesse daran haben, dass das Geld in der Region bleibt.“

Von Gerd Henke

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