Friedlicher Abend im Kreisteil

Starke Polizeipräsenz bei Silvesterparty auf Hofgeismar Marktplatz

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Vor dem Rathaus wurde ausgelassen gefeiert: Da Raketen verboten waren, begrüßten etliche Besucher das neue Jahr mit Wunderkerzen, wie diese Gruppe um Wolfgang Bölkow (2. von rechts). 

Hofgeismar. Mit einer ausgelassenen Party wurde das neue Jahr von mehreren hundert Menschen vor dem Hofgeismarer Rathaus begrüßt.

Ab spätestens 23 Uhr steigerte sich die Stimmung stetig, wozu auch die von Wirt Michael Schüler organisierte Verpflegung und Musik beitrugen. Auf der Tanzfläche tobten sich viele zu Musik von Deep Purple bis Sting, aber auch Mitsing-Dauerbrennern von Puhdys, Ärzten oder Udo Jürgens aus. Erst weit nach 4 Uhr verstummte die Musik.

In der Fachwerk-Altstadt war das Abbrennen von Feuerwerk und Böllern verboten, die Zahl der vom Rathaus aus erkennbaren Raketen war deshalb zurückhaltend. Wegen des Verbots begnügten sich viele Besucher damit, um Mitternacht Wunderkerzen abzubrennen, wie die Gruppe um Wolfgang Bölkow (2. von rechts) auf unserem Foto. Zur Feier des neuen Jahres wurden natürlich auch jede Menge Fotos per Handy gemacht und als Gruß verschickt.

Die Stimmung war entspannt. Dafür sorgte auch die unauffällige, aber kaum übersehbare Präsenz von zahlreichen privaten Sicherheitskräften sowie deutlich verstärkter bewaffneter Polizeikräfte. Außerdem waren Zufahrten zum Marktplatz vorsichtshalber mit schweren Containern blockiert.

Ein Zwischenfall bei der Silvesterparty auf dem Marktplatz gab es: Laut Polizei sind vier junge Erwachsene in Gewahrsam genommen wurden, weil sie provokant aufgetreten waren und Platzverweisen nicht nachgekommen sind. „Sonst war es aber im gesamten Kreisteil sehr ruhig, sogar ruhiger als sonst“, heißt es von der Polizeistation Hofgeismar. Das könne an der starken Polizeipräsenz sowie an dem sehr kalten Wetter in der Silvesternacht gelegen haben.

Am Neujahrsmorgen brannte eine Garage in Holzhausen ab. Laut Polizei war der Brand vermutlich durch einen Silvesterknaller ausgelöst worden. Auch im gesamten Landkreis und in der Stadt Kassel ist die Silvesternacht weitgehend friedlich verlaufen. Laut Polizei wurden auch keine sexuellen Übergriffe angezeigt.

Aus Angst vor Terror und sexuellen Übergriffen wie sie massenweise zum Jahreswechsel 2015/2016 in Köln und anderen deutschen Großstädten begangen worden waren, war in diesem Jahr die Polizei bundesweit mit deutlich mehr Beamten im Einsatz. So auch in Kassel. Hier zeigten die Beamten am Silvesterabend zum Beispiel deutliche Präsenz, indem sie verstärkt Streife auf der Partymeile der Friedrich-Ebert-Straße fuhren.

Es habe bei den Veranstaltungen und auf den Partys in der Stadt einige alkoholbedingte Schlägereien und Rangeleien gegeben, bei denen die Polizei habe einschreiten müssen. Das seien aber keine außergewöhnlichen Einsätze gewesen, so ein Polizeisprecher.

Im Bergpark Wilhelmshöhe seien mit rund 500 Besuchern deutlich weniger Menschen als üblich zum Jahreswechsel gewesen. Dies sei vermutlich auch den kalten Temperaturen geschuldet. 

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