Weserbrücke und Hafenbecken

Startschuss für zwei Baustellen in Bad Karlshafen ist gefallen

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Erledigen erste Arbeiten: Bernd Nattebrede (links) und Bernd Buhmann von der Baufirma Nolte beginnen mit den wichtigen Vorbereitungen für den Neubau der Weserbrücke in Bad Karlshafen.

Bad Karlshafen. In Bad Karlshafen ist am Mittwoch der Startschuss für gleich zwei große Bauprojekte gefallen: Rund 18 Millionen Euro kosten die geplante Hafenöffnung und der Neubau der Weserbrücke.

Damit sorgt Bad Karlshafen für die derzeit teuerste Doppelbaustelle in ganz Nordhessen. Im Hafenbecken wurde der Baubeginn gestern mit dem symbolischen ersten Spatenstich gefeiert. Ende 2018 soll alles fertig und der Hafen zur Weser geöffnet sein. Die Kosten in Höhe von 7,6 Millionen (6,49 Mio. Bau- und 1,11 Mio. Plaungskosten) tragen zum größten Teil EU, Bund und Land. Bad Karlshafen muss laut Bürgermeister Ullrich Otto 720.000 Euro beisteuern. Die Summe hat im Vorfeld für große Diskussionen gesorgt.

Bei einem Bürgerentscheid im vergangenen Jahr fiel die knappe Entscheidung für das Großprojekt, auch zur Freude von Bürgermeister Otto: „Die Hafenöffnung ist der wichtigste Schritt der Stadt nach ihrer Gründung. Das Herzstück Bad Karlshafens wird die notwendigen Impulse und wieder Leben zu uns bringen.“

Wegen der Baustelle wird in einigen Monaten die Bundesstraße 80 im am Hafen halbseitig gesperrt werden. Aber nicht nur am Hafenbecken, sondern auch an der Weserbrücke haben gestern die Bauarbeiten begonnen. Parallel zur aktuellen Brücke wird nun eine neue Konstruktion aufgebaut. Die alte Brücke soll Anfang 2018 komplett abgerissen werden. Nach dem Abriss werden die über 100 Jahre alten Brückenpfeiler erneuert. Ab diesem Zeitpunkt kann der Verkehr über die neue Behelfsbrücke umgeleitet werden. Die neue Konstruktion wird dann Mitte 2019 auf die neuen Pfeiler verschoben.

Um die Planung und die Aufsicht des 10,6 Millionen Euro teuren Bauprojektes kümmern sich Stadt, Kreis und Hessen Mobil. Die Verkehrsverbindung zwischen der Karlshafener Gartenstadt und dem Stadtzentrum wird, wenn alles nach Plan verläuft, im nächsten Jahr für etwa drei Wochen unterbrochen sein. Bewohner auf der westlichen Seite müssen dann der Umleitung über Lauenförde und Würgassen folgen, um zur Innenstadt zu gelangen.

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