Von 84 Lokführern sind 19 krank

Bus statt Regiotram: Fahrgäste klagen über fehlende Infos

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RT3 betroffen: Auf der Regiotram-Linie kommt es seit vergangenem Wochenende wieder zu Verspätungen und Ausfällen.

Hofgeismar. Kommt die Bahn oder nicht - das fragten sich in der vergangenen Woche Fahrgäste, die auf die RT 3 warteten. HNA-Leser beschwerten sich über die Informationspolitik des NVV.

Der hatte zwar auf seiner Internetseite vermeldet, dass der Schienenersatzverkehr bis zum heutigen Freitag für einige Züge verlängert werden musste - aber offensichtlich fielen mehr Züge aus, als bisher bekannt.

Die Züge wurden mit Bussen ersetzt. Allerdings kam trotzdem zu Verspätungen. Ein Anwohner aus Immenhausen, der am Wochenende morgens zur Arbeit musste und auf die Bahn angewiesen war, verpasste einen Anschlusszug und war eine Stunde zu spät an seinem Arbeitsplatz. An den Bahnhöfen gab es keine Aushänge über die Ausfälle.

Die fehlende Information räumte NVV-Pressesprecherin Sabine Herms jetzt auf HNA-Anfrage ein und erklärte: „Wir mussten kurzfristig reagieren.“ Als Grund nannte Herms die aktuelle Grippewelle. Das bestätigte Heide Hamdad, Pressesprecherin der Regiotram-Gesellschaft (RTG): Von insgesamt 84 Lokführern seien derzeit 19 krank gemeldet.

Die Ausfälle seien laut Herms erst Freitagnachmittag absehbar gewesen: „Wir haben versucht, die Informationen schnell über das Internet und die Hotline zu verbreiten.“ Auf Aushänge habe man verzichtet - ein Fehler, wie Herms nun gestand: „Das haben wir falsch eingeschätzt.“

Ausfälle dauern an 

Die Ausfälle auf der RT3 dauern zur Zeit noch an. Betroffen sind die Züge, die um 19.17 Uhr am Bahnhof Hofgeismar abfahren. In der Gegenrichtung sind die Züge betroffen, die um 18.13 Uhr am Hauptbahnfhof in Kassel abfahren. Die Ersatzbusse halten an den Haltestellen unweit der entsprechenden Tramhaltestellen.

„Der Schienenersatzverkehr kann leider nicht an allen Haltestellen halten“, erläutert Herms. Daher falle der Halt in Espenau/Mönchehof, Vellmar am Osterberg, Jungfernkopf und Kirchditmold aus. Außerdem kommt es zu Verspätungen. „Auch beim Ersatzverkehr gilt allerdings die fünf Minuten Garantie“, versichert Herms - ab fünf Minuten Verspätung am Zielort wird der Fahrpreis erstattet. Für verpasste Anschlüsse kann Herms keine Lösung anbieten: „Wir versuchen eine gute Verknüpfung hinzukriegen“, die Züge könnten aber nicht lange warten.

Als erste Anlaufstelle für Ausfälle und Verspätungen nennt Herms nach wie vor die Internetseite www.nvv.de sowie das gebührenfreie NVV-Service-Telefon unter 0800/ 9 39 08 00. (bdi)

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