B 83: Große Brücke in sechs Wochen fertig, Straßenfreigabe im vierten Quartal

Streckenbau in vollem Gang

Der Verkehr über die L 3229 kann schon seit Dezember wieder rollen. Auf der Luftaufnahme ist auch der bereits frei geschobene Verlauf der Trasse zwischen der anbindung am Krähenberg und der großen Essebrücke gut zu erkennen.
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Der Verkehr über die L 3229 kann schon seit Dezember wieder rollen. Hier führt die Landesstraße zwischen Carlsdorf und Hofgeismar nicht über die neue Bundesstraße. Auf der Luftaufnahme ist auch der bereits frei geschobene Verlauf der Trasse zwischen der anbindung am Krähenberg und der großen Essebrücke gut zu erkennen.

Hofgeismar. Nach der langen Winterpause wird auf der Großbaustelle der Ortsumgehung Hofgeismar der Bundesstraße 83 nun wieder in vollem Umfang gearbeitet.

Die Vorarbeiten hatten bereits Mitte Februar begonnen, mussten wetterbedingt aber an einigen Tagen unterbrochen werden. Nun hoffen Firmen und das Baumangement von Hessen Mobil, dass kontinuierlich weiter gearbeitet werden kann. Schließlich soll spätestens im vierten Quartal dieses Jahres die neue Straße für den Verkehr frei gegeben werden.

Schwerpunkte der derzeitigen Arbeiten ist das größte Brückenbauwerk über die Esse und die Bahnlinie sowie die Trassenarbeiten in der Nähe des Kelzer Grabens. Die Arbeiten an der Brücke sollen in etwa sechs Wochen abgeschlossen sein, sagt der Sprecher von Hessen Mobil in Bad Arolsen, Horst Sinemus. Es sei absehbar, dass die veranschlagten Kosten für dieses Bauwerk mit 1,65 Millionen Euro eingehalten werden könnten. Die anderen vier Brückenwerke im Zuge der Ortsumgehung sind bereits fertiggestellt.

Insgesamt werden im Zuge der 3,4 Kilometer langen neuen Straße rund 180 000 Kubikmeter Boden bewegt. Davon entfallen rund 110 000 Kubikmeter auf die Aufschüttungen im Bereich der Brückenbauwerke. „Auch diese Arbeiten sind nahezu erledigt“, sagt Horst Sinemus.

Für den Streckenbau sind jetzt noch etwa 70 000 Kubikmeter zu bewegen. Dabei muss kein Boden abgefahren werden, denn was an der einen Stelle der Trasse abgetragen wird, könne an anderer Stelle verwendet werden. Die Erdbewegungsarbeiten sollen im Mai abgeschlossen sein.

Um die Entwässerung sicherzustellen, sind im gesamten Trassenverlauf vier Regenrückhaltebecken angelegt worden. Zudem müssen die Wasserleitungen zu den Aussiedlerhöfen neu verlegt werden, weil die alten Zuleitungen durch die neue Trasse unterbrochen werden müssen.

Kosten: 20 Millionen Euro

Die Gesamtkosten der Ortsumgehung sind auf rund 20 Millionen Euro veranschlagt. „Bislang sieht es so aus, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann“, sagt Hessen Mobil-Sprecher Sinemus.

Während in Hofgeismar die Freigabe der Ortsumgehung schon in Sichtweite ist, liegt an anderer Stelle das Baurecht noch längst nicht vor. Für den Bau der Ortsumgehung Bad Karlshafen hat das Hessische Verkehrsministerium erst mit der Erstellung des Planfeststellungsbeschlusses begonnen. „Zu welchem Zeitpunkt der Erlass des Beschlusses erfolgen kann, ist derzeit noch nicht absehbar“, sagt Horst Sinemus.

Von Gerd Henke

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