Windkraftkritiker fürchten um Tourismus im Reinhardswald

Studie: Jeden vierten Touristen schrecken Windräder ab

Oberweser/Wahlsburg. Einwohner, Gastronomen und Campingplatzbetreiber an der Weser fürchten um ihre Zukunft: Wenn die geplanten Windkraftanlagen im Reinhardswald wirklich gebaut würden, blieben auch viele Touristen aus, sagen sie.

Bestätigt werden sie in ihrer Meinung von einer Studie aus Süddeutschland. Demnach würden 26 Prozent der Befragten nicht mehr Urlaub in einer Region machen, in der Windkraftanlagen an den Aussichtspunkten entlang der Rad- und Wanderwege stehen. 59 Prozent würden ihren Urlaub weiter dort verbringen, sofern die Windkraftanlagen keinen gravierenden Eingriff in das Landschaftsbild darstellten. Pro Jahr sind allein 150 000 Besucher auf dem Weserradweg unterwegs.

Für die Windkraftkritiker ist die Studie ein Beleg für das, was sie schon lange befürchten: Sollten die Rotoren in den Reinhardswald kommen, werde das dem Tourismus in der Region erheblich schaden.

„Für uns ist das aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt Oliver Penner, Vorsitzender von Pro Märchenland. Der Tourismus bringe Arbeitsplätze, von der Windkraft im Wald werde man nichts haben, weil das Geld aus der Region fließen werde. Jahrelang sei versucht worden, den Tourismus hier zu stärken. Wenn die Windkraftanlagen kämen, sei das „,konträr zu dem, was aufgebaut wurde“. Penner bezweifelt, dass den Befragten in der Studie alle Folgen der Windräder klar gemacht worden sei. So werde das Lärmproblem nicht erfasst. (gör)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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