Altstädter Kirche gut gefüllt bei altem österlichen Brauch – Nachwuchs beteiligt sich an der Sage

Österlichen Brauch: Stutewecken lässt Kinder lachen

Begeisterung auf dem Altstädter Kirchplatz: Die Kinder verzehrten ihre frisch erhaltenen Stutewecken teilweise gleich vor der Kirche Foto: Manz

Hofgeismar. Erwartungsvolle Gesichter fanden sich am Mittwoch vor Ostern in der Altstädter Kirche in Hofgeismar ein. Zum traditionellen Stuteweckengottesdienst wurden die Kindergartenkinder, Grundschüler und ihre Eltern von Pfarrerin Anne Vilmar und Stadtrat Georg Conrad, der den Bürgermeister vertrat, begrüßt.

Stadtrat Conrad erzählte, dass er vor 60 Jahren selbst in der Kirche war, um Stutewecken zu erhalten und unterstrich in diesem Zusammenhang auch noch einmal die Bedeutung des seit 1428 stattfindenden Brauches. Dieser ist, so sagte er, auch noch niemals ausgefallen.

Nach der Begrüßung und einigen Liedern wurde die Stuteweckensage vorgetragen, dieses Jahr erstmals mit Beteiligung der in der Kirche anwesenden Kinder, die einige Teile der Sage nach Anleitung mitsprachen.

In der Sage geht es um eine verwitwete Ritterdame der Burg Schöneberg, deren Sohn verschwindet. Daraufhin bittet sie die Kinder in Hofgeismar um Hilfe bei der Suche, die schließlich den Sohn tot im Brunnen auffinden. Trotz ihrer Trauer vergisst sie nicht, ihre Dankbarkeit gegenüber den Schülern zu zeigen und gab den Bäckern den Auftrag, jedes Jahr den Kindern ein Stutewecken zu schenken.

Auch das im Vorjahr erstmals wiederaufgeführte Stuteweckenlied wurde wieder gesungen, diesmal stimmten hier mehr Kinder mit ein als im Vorjahr.

Bei der Verteilung der Stutewecken fiel auf, dass die Anzahl der Honoratioren, die die Wecken verteilen, im Vergleich zu den Jahren zuvor abgenommen hatte. (smx)

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