Grebensteiner Karnevalisten machten vier Stunden lang Programm – Armin Kölling nun Ehrensenator

Super Stimmung im Saal und in der Bütt

Topmodel: Auf dem Weg zum großen Star. Fotos: Maiterth

Grebenstein. „Das war wirklich ein gelungener Abend“, so eine Besucherin hoch erfreut. Mit ihrer Meinung stand sie nach der ersten Fremdensitzung des Grebensteiner Carneval Clubs (GCC) in der Kulturhalle nicht alleine. In einer vierstündigen Show unterhielten über 80 Akteure die Zuschauer. Dabei gelang es ihnen, sich von einem Programmpunkt zum nächsten zu steigern.

Der auserkorene Star des Abends und der Publikumsliebling schlechthin war Stefan Nebenführ. Als souveräner Cowboy mit Zigarre im Mund betrat er die Bühne. Dass die nur dazu diente, seiner Stimme die nötige Tiefe zu verleihen, wurde erst klar, als er diese aus dem Mund nahm und Worte in ungeahnter Höhe heraussprudelten. Er war der einzige, der das Publikum für sich tanzen ließ. Hilfe bekam der Cowboy vom Kinderprinzen Moritz Kramm und Siegfried Girsch, der Nebenführs Gesangseinlagen auf der Gitarre begleitete.

Keine Nachwuchssorgen

Nachwuchsmangel gibt es beim GCC nicht. Die Hälfte der Akteure sind noch keine 30 Jahre alt. Auch dass die Aktiven im Teenager- und Jugendalter dem Verein den Rücken kehren, ist hier nicht der Fall. Selbst die Mitglieder, die bei der Stadtgarde nicht mehr mitmachen, fangen etwas Neues an: Sei es in der Funktion der Trainer oder eben als Darsteller einer neuen Show. Die Couch Potatoes gehören zu ihnen; sie führten den alltäglichen Kampf mit der Fernbedienung in Deutschlands Wohnzimmern vor.

Die Showeinlagen der Kinder-, Jugend- und Stadtgarde sowie der Tanzmariechen sind aus dem Karnevalsgeschehen nicht wegzudenken. Nicht fehlen dürfen auch die Auftritte der Schmusebacken, des Männerballetts, von Hannelore Schützeberg und Carmen Osterberg und den Büttenrednern wie dem Zeitbeleuchter Thomas Wiegand, dem Skianfänger Andreas Knauf und das Grußwort von Bürgermeister Armin Kölling, einem bekennenden Antikarnevalisten. Sein Auftritt in diesem Jahr war sein letzter in der Funktion.

Ein Nordlicht ist kein Narr

Vor 17 Jahren habe er in der Bütt klargestellt, dass man aus einem Nordlicht keinen Karnevalisten machen könne, erinnerte GCC-Präsident Erik Lehnebach an Köllings Anfänge. Im Laufe der Zeit sei die Gültigkeit dieser Aussage allerdings ins Wanken geraten, denn seine Grußworte wurden immer mehr zu Büttenreden. Aus seinem Unbehagen in punkto Karneval machte der Rathauschef auch diesmal keinen Hehl und reimte munter darauf los „… es ist die Zeit, der tolle Tag, doch eine Art Idiotentag. Es hilft kein Schimpfen, dagegen kann man sich nicht mal impfen…“.

So einfach ließen ihn die Narren nicht ziehen. Sie machten ihn zum Ehrensenator, versprachen ihm einen Sitz im Elferrat und lockten mit einem Versprechen: „Erst (Bürgermeister-)Wahl, dann Urlaub, dann das nächste Amt… gerne geben wir am 11.11. den neuen Prinzen bekannt.“ Kölling winkte ab. Mehr Bilder unter www.hna.de/foto. Termin: Nächste Fremdensitzung – diesmal kostümiert – ist am Samstag, 6. Februar, 20.11 Uhr in der Kulturhalle.

Von Karin Maiterth

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