THW-Jugend übte für Ernstfall

Chinasteg des Technischen Hilfswerk Hofgeismar: Unter Leitung von Dieter Schröder bauen die Jugendlichen einen Übergang für Fußgänger und Radfahrer. Fotos: Hoffmann

Hofgeismar. Die THW-Jugendgruppe des Ortsverbandes Hofgeismar ist zur Vier-Tages-Übung angetreten. Ziel ist es, in Theorie und Praxis Einsätze für den Ernstfall zu proben. „Wir sind ein eingespieltes Team", sagt Hendrik Brill, Gruppenleiter und Oberaufsicht des Teams: sieben Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Sie nehmen an der Übung des THW Hofgeismar teil.

Dabei absolvieren die Teilnehmer unter anderem eine Funkausbildung. Das Team trainiert das Abseilen von Personen aus großer Höhe, muss Dummy „Hector“ nachts im Wald finden und ihn mittels einer selbst gebauten Seilbahn retten. Außerdem ist auf dem Übungsgelände ein Chinasteg errichtet worden.

Der auch als Trümmersteg bezeichnete Übergang für Fußgänger und Radfahrer dient zum Überbrücken von Hindernissen, wie zum Beispiel einem Fluss. Er wird auch in Hochwassergebieten eingesetzt. Das Baumaterial besteht überwiegend aus Holz und gehört dem THW. „Sicherheit geht vor“, erläutert Hendrik Brill und zeigt auf die fest verankerten Rundhölzer, die vier Meter lang sind. „Neben den Erdankern geben die Bohlen eine zusätzliche Stabilität.“

Der fertige Chinasteg hat eine Länge von 13,90 Meter und eine Höhe von etwa vier Metern. Stiche und Bunde verbinden und halten die stabilen Holme. „Bei der Feuerwehr nennt man diese Verbindungen Knoten“, erklärt Karin Malzfeldt vom Technischen Hilfswerk.

Einen Tag lang ist die Gruppe unter Leitung des Jugendbetreuers Dieter Schröder mit dem Bau des Chinastegs beschäftigt. „Das klappt richtig gut“, erzählt Tim Haffner, einer der Teilnehmer, vom Verlauf der Arbeiten. „Schließlich haben wir bereits bei den anderen Übungen - wie etwa dem gegenseitigen Abseilen vom Turm - gelernt, uns gegenseitig blind zu vertrauen und miteinander zu arbeiten.“ (zgi)

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