Zwei Kitze geboren

Seltenheit: Nachwuchs bei den Steinböcken im Tierpark Sababurg

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Nachwuchs bei den Westkaukasischen Steinböcken: Mutter Elsa mit Kitz Jitka.

Sababurg. Baby-Alarm im Tierpark Sababurg: Die Westkaukasischen Steinböcke haben Nachwuchs bekommen. Dabei ist gerade diese wilde Ziegenart eine Besonderheit der Anlage.

Nun gibt es gleich doppelten Grund, mal bei den gehörnten Tieren vorbeizuschauen, haben doch gleich zwei der Tiere Nachwuchs bekommen.

„In freier Wildbahn kommen nur noch weniger als 5000 Exemplare vor, und auch in zoologischen Einrichtungen werden die Ture, wie man sie auch nennt, nur selten gezeigt“, erklärt Zoologin Dr. Sandy Rödde. Gerade mal in fünf deutschen Zoos kann man diese seltene Art bewundern, von der in allen europäischen Einrichtungen noch genau 149 Tiere leben.

Mutter und Kind: Geis Elsa und ihr süßes Kitz Jitka. Schon jetzt macht das Kleine tolle Sprünge und klettert am Hang empor.

„Bei uns werden die Tiere seit 1999 gehalten – eben weil sie so selten sind, haben wir uns für sie entschieden“, sagt die Tierparkmitarbeiterin. In den ersten Jahren sei die Zucht gut gelaufen, doch da es schwer ist, nicht verwandte Tiere zu bekommen, wäre diese irgendwann stagniert.

Drei Jahre gab es nun bei den Westkaukasischen Steinböcken keine Kitze mehr. Umso mehr freut man sich nun, über den zweifachen Nachwuchs: Vor vier Wochen kam die kleine Jitka zur Welt und vor knapp zwei ihr Geschwisterchen. „Noch kennen wir das Geschlecht nicht – meist kann man das gut erkennen, wenn man die Kleinen mal beim Pipimachen erwischt.“

Er soll den Steinbockbestand im Tierpark erhalten: Bock Pavel.

Dass es nun die süßen Zicklein gibt, ist Papa Pavel zu verdanken, der vergangenes Jahr Bock Heinrich ersetzte. Insgesamt leben nun sechs Tiere der seltenen Rasse im Park: Jitka und ihre Mama Elsa, sowie Jule und ihr Kleines sowie eine weitere Ziege namens Pauline. Die Paarungszeit bei den Steinböcken ist zwischen November und Januar – nach rund 150 Tagen Tragzeit konnten dann die beiden Neuankömmlinge begrüßt werden. „Wir hoffen nun natürlich, dass Pavel auch in den kommenden Jahren fleißig für den Fortbestand der Art sorgt.“

Wer der Herde einen Besuch abstatten möchte, muss in Richtung Burgberg gehen – nahe den Mufflons zeigen die Böcke ihre Kletterkünste.

Aus unserem Archiv: Babyboom im Tierpark Sababurg

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