Jede Menge Nachwuchs an der Sababurg

Kleine Elche, Pinguine und andere Tierbabys entzücken die Tierpark-Besucher

Sababurg. Frühlingsgefühle in der Tierwelt haben für allerhand Nachwuchs im Tierpark Sababurg gesorgt. Von flauschigen Pinguin-Küken über aufgeweckte Fohlen bis hin zu kleinen Kängurus im Beutel, haben die Tierpfleger mit den Kleinen alle Hände voll zu tun.

Ob die Tiere langfristig im Tierpark Sababurg bleiben, hängt von der Art und der Anzahl der Artgenossen ab. Seltene Jungtiere wie Steinböcke bleiben dauerhaft im Tierpark, um die eigene Herde zu bereichern. 14 neugeborene Zwergziegen wurden schon verkauft und bleiben nur noch bis Ende des Sommers als Publikumslieblinge in Sababurg. Anders als in der freien Natur wird bei der Fortpflanzung in Zoos und Tierparks an einigen Stellen nachgeholfen. Bei den Pferden beispielsweise werden einzelne Tiere aus der Herde regelmäßig gegen Artgenossen aus anderen Zoos ausgetauscht. Das funktioniert mithilfe von sogenannten Zuchtbüchern. Bei vielen Tierarten existieren solche Listen, in denen europaweit alle Exemplare aus Zoos und Tierparks aufgelistet sind.

Für jede Art gibt es einen Ansprechpartner, der europaweit den Austausch koordiniert. „Wenn wir zum Beispiel einen Hengst brauchen, wenden wir uns an den entsprechenden Koordinator und der sucht ein genetisch passendes Tier aus einem anderen Zoo für uns“, erklärt Zoo-Pädagogin Sandy Rödde. Der Austausch per Zuchtbuch funktioniert kostenlos. Die Koordination erfordert eine Menge Arbeit. Einen eigenen Mitarbeiter abzustellen, der sich nur um das Zuchtbuch kümmert, können sich daher meistens nur große Zoos leisten. Je besser der Austausch länderübergreifend funktioniert, desto gesünder sind die Tiere.

Um Krankheiten und Gendefekte aufgrund von Inzucht zu vermeiden, muss bei einigen Tierarten im Tierpark Sababurg sogar verhütet werden. „Unsere Luchse sind ein Geschwisterpaar, deswegen bekommt das Weibchen die Pille“, sagt Rödde.

So niedlich: Die Tierbabys im Tierpark Sababurg

nh123 Leserfoto Nachwuchs im Tierpark Sababurg privat 22.05.2018Das Pinguinbaby ist erst 14 Tage alt und sucht den Schutz der Mutter. Foto: Ruth Brosche / nh
Das Pinguinbaby sucht den Schutz seiner Mutter. Pinguine brüten etwa 29 bis 42 Tage lang bis die Kleinen schlüpfen. Nach zwei bis drei Monaten bekommen sie dank reichhaltiger Ernährung ihre Fettschicht auf dem Gefieder und können dann auch ins Wasser. © Brosche
Tierpark Sababurg 19.5.2018 //// Foto 3: Der Kängurunachwuchs fühlt sich im Beutel der Mutter sicher. //// Foto Ruth Brosche
Aufgeweckt: Der Nachwuchs schaut aus dem Beutel der Mutter. Kängurus verlassen den Beutel nach etwa drei bis vier Monaten. Dann gehen sie selbstständig auf Futtersuche, trinken aber gelegentlich noch bei ihrer Mutter. © Brosche
Nachwuchs im Tierpark Sababurg: Elch mit Zwillingen beim SäugenFoto: Lilli Elsebach
Endlich wieder Elchnachwuchs im Tierpark Sababurg: Zwei muntere Elchkinder machen mit der Mutter einen Ausflug im hohen Gras. Die Zwillinge sind erst anderthalb Wochen alt und brauchen noch viel Ruhe. © Elsebach
Tierpark Sababurg 19.5.2018 //// Foto 4: Die Milch der Mutter schmeckt dem Fohlen (Heckpferde/Tarpane). //// Foto Ruth Brosche
Auch die Przewalskipferde haben Nachwuchs bekommen. Gerade trinkt das Fohlen bei seiner Mutter. Von allen Tieren im Tierpark Sababurg haben Wildpferde mit elf Monaten die längste Tragzeit. Die Stuten bekommen jedes Jahr Nachwuchs, so sind sie fast immer trächtig. © Brosche
Nachwuchs im Tierpark Sababurg: Kaninchen mit JungenFoto: Lilli Elsebach
Flauschig: Die Hasenbabys erfreuen Besucher jeden Alters. © Elsebach
Nachwuchs im Tierpark Sababurg: Kleine ZwergziegenFoto: Lilli Elsebach
Beim Ziegennachwuchs geht es drunter und drüber. © Elsebach
Nachwuchs im Tierpark Sababurg: Vorwerk-Hühner, Henne mit KükenFoto: Lilli Elsebach
Klein und flauschig: die Küken. © Elsebach
nh123 Leserfoto Nachwuchs im Tierpark Sababurg privat 22.05.2018Das Auerochsenbaby fühlt sich in der Nähe der Mutter wohl. Foto: Ruth Brosche / nh
 © 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.