Elchnachwuchs ist im Tierpark Sababurg der Besuchermagnet

Verbindet ein enges Band: Elchkuh Lina und ihr Zwillingsnachwuchs.

Der Tierpark Sababurg ist eine der großen Attraktionen im Landkreis Kassel. In der Serie „Tierisch erfolgreich“ blicken wir hinter die Absperrungen. Heute: die Elche.

Spätestens wenn der Weihnachtsmann zu Weihnachten mit seinem Schlitten vom Nordpol anreist, sind sie in aller Munde: die Elche. Nicht nur skandinavische Möbelhäuser haben die putzigen Tiere für ihre Werbezwecke zum Fest der Feste erkannt, die süßen Vierbeiner sind allerorts zu finden - als Plüschtier, auf Glühweintassen, als Schlüsselanhänger und selbst als Keramikversion für den Kaminsims. Dabei sind es eigentlich die Rentiere, die Santa Claus vor seinen Schlitten spannt. Auch wenn die Industrie beide zur Gattung der Hirsche zählende Tierarten munter in einen Topf wirft, sind die Unterschiede doch groß - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Serviert den Elchen ihr Frühstück: die angehende Tierpflegerin Lena Kuhaupt. Fotos: Hoffmann

„Elche sind viel größer“, sagt Sarah Mascher, Tierpflegerin im Tierpark Sababurg, woRentiere und Elche quasi Haus an Haus wohnen. Die stattlichen Elche können eine Schulterhöhe von knapp zweieinhalb Metern erreichen, etwa ein Meter höher als bei einem ausgewachsenen Rentier.

Bis die drei Jungen so weit sind, die in diesem Jahr zu Füßen des Dornröschenschlosses geboren wurden, dürfte aber noch einiges an Zeit vergehen. Noch folgen sie ihren Müttern Lotta und Lina auf ihren dünnen Beinchen quer durch die neue Elchwelt und erkunden neugierig ihr Zuhause. Nummer eins von Elchkuh Lotta hat in der zweiten Maiwoche das Licht der Welt erblickt, bevor Mitte Juni die Zwillinge vom Elchkuh Lina folgten. Sie waren eine Überraschung, auch für das Team des Tierparks, das von der nächtlichen Geburt nichts mitbekommen hat. Höchstens eine Viertelstunde pro Mini-Elch dürfte Lina gebraucht haben, solange dauert laut der Sababurg-Experten eine durchschnittliche Elchgeburt.

Durch das Trockenlegen bildet sich ein enges Band zwischen Kuh und Kalb, in den ersten beiden Tagen beobachteten die Elchpfleger, wie die Schützlinge bis zu zehn mal pro Tag gesäugt wurden. „Mittlerweile sind sie aber auch schon fleißig am Futtern“, sagt Tierparkazubi Lena Kuhaupt, die jeden Tag das Futter für die erwachsenen Elche und den Nachwuchs zubereitet. „Sie bekommen Heupellets, ein spezielles Elchfutter und zusätzlich Hafer“, so die angehende Tierpflegerin im zweiten Lehrjahr. Der sei mit Mineralien vermischt und gequetscht, damit die Tiere ihn besser verdauen können. Als besonderes Schmankerl mische sie immer auch ein paar frische Zutaten unter das Trockenfutter, das können Kartoffeln, Äpfel oder auch Bananen sein. „Gefüttert wird durchs Gitter“, sagt Kuhaupt, die genau weiß, dass die mächtigen Elche den Menschen durchaus gefährlich werden können. „Vor allem die Kühe, wenn sie gerade Kleine bekommen haben.“ Die kuscheligen Elche, die an Weihnachten mit dem Weihnachtsmann vom Nordpol zu uns kommen, sind eben doch nur eine Erfindung der Werbeindustrie.

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Elch-Nachwuchs im Tierpark Sababurg

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