Elchnachwuchs im Tierpark: Diesmal ist Ole der Vater

Hungriger Nachwuchs: Die Elchzwillinge, die auf diesem Foto noch keine zwei Tage alt sind, werden bis zu zehnmal am Tag von ihrer Mutter Lina gesäugt. Dann haben vorsichtige Beobachter gute Chancen, sie zu sehen. Foto: Zucchi

Sababurg. Das Wort Erstaunen ist untertrieben, wenn man die Reaktionen der Mitarbeiter im Tierpark Sababurg beschreiben will, als sie bemerkten, dass es erneut Nachwuchs bei den Elchen gegeben hat.

Im Mai hatte die im Herbst schon trächtig aus dem Wisentgehege Springe (Niedersachsen) importierte Elchkuh Lotta ein Kalb geboren, das vergangene Woche vom Tierpark offiziell vorgestellt wurde. Dann ging es aber schneller als gedacht: Denn in der Nacht zum Montag, vermutlich gegen Morgen, gebar die schon seit November 2013 in Sababurg lebende Elchkuh Lina gleich zwei Kälbchen.

Damit stieg nicht nur die Freude beim Tierparkpersonal, sondern auch die Gewissheit, dass diesmal - und das gleich im Doppelpack - der Sababurger Elchbulle Ole an der Zeugung beteiligt war, denn die Tragezeit bei Elchen liegt bei 230 bis 260 Tagen.

Unzweifelhaft der Vater der jüngsten Neuankömmlinge: Elchbulle Ole.

„Wir waren alle überrascht und wir freuen uns riesig“, sagte gestern Karl Görnhardt von der Tierparkverwaltung. Denn Elchkühen sei es kaum anzusehen, wenn sie trächtig seien. „Wir waren zwar jetzt alle aufmerksamer, aber man kann es nicht sicher erkennen. Wir können die Elche ja auch nicht untersuchen“, macht Görnhardt das Problem der schwierigen Annäherung an die großen und kräftigen Wildtiere deutlich. Jetzt seien die Muttertiere zudem besonders abwehrbereit und da gehe niemand ins Gehege. „In den ersten beiden Tagen wurden unsere neuen Schützlinge bis zu zehnmal am Tag gesäugt“, hatten die Tierpfleger beobachtet. Die Kuh selbst beendet die Mahlzeit, indem sie nasale Locklaute von sich gibt. „Die Milch ist fetter als Kuhmilch und sehr nährstoffreich. Darum wächst der Nachwuchs sehr schnell“.

Der Vater der Kälber war von der Niederkunft übrigens ausgeschlossen. Für die alleinerziehenden Elchkühe ist die Geburt und die Sorge um das Kalb reine Frauensache.

Beobachtern wird empfohlen, ein Fernglas und viel Geduld mitzubringen und auf kleine Ohren zu achten, die in dem fünf Hektar großen Gehege aus dem Gras lugen.

Ob Ole noch mehr Nachwuchs bevorsteht, ist schwer zu sagen. In der Herde gibt es noch zwei weitere Kühe, Emma und Greta, aber die lassen sich, wie zuvor schon Lotta und Lina, noch nichts Besonderes anmerken.

Elch-Nachwuchs im Tierpark Sababurg

Video vom ersten Elch-Nachwuchs, der im Mai geboren ist

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