Aktionswochenende 

Eulentage im Tierpark Sababurg

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Anfassen ja, kuscheln nein: Falkner Kai Garbe mit Waldkauz Rosalie.

Sababurg. Spätestens seit Schneeeule Hedwig Harry Potter durch die Fantasy-Geschichten begleitet, geht von den tierischen Waldbewohnern eine unglaubliche Faszination aus.

Als Sinnbild für Weisheit seit jeher verehrt und bewundert, lockten die Eulen am Wochenende auch im Tierpark Sababurg, der ganz im Zeichen der lautlosen Jäger der Nacht stand. 

Hedwig war zwar nicht gekommen, dafür aber gesellten sich zahlreiche andere Eulengäste aus befreundeten Einrichtungen zu den Tierparkbewohnern, um von den Besuchern der Greifvogelstation am Burgberg bewundert zu werden.

Mittendrin auch Rosalie, die den ganzen Trubel mit eulentypischer Gelassenheit nahm. Das sechs Jahre alte Tier ließ sich geduldig fotografieren und fühlte sich auf dem Arm von Kai Garbe pudelwohl. Rosalie ist ein Waldkauz, zählt somit zu den häufigsten heimischen Eulenarten und gab sich zum Aktionstag ganz kuschelig. „Das ist nicht immer so“, sagt Garbe. 

Größte und mächtigste Eulenart: Auch der europäische Uhu zählt zu den tierischen Bewohnern des Burgbergs.

Man könne Eulen nicht einfach so kraulen wie eine Hauskatze oder einen Hund, vielmehr sei es eine Duldung der Berührung, wenn er ihr über den kleinen Kopf streichele. Die Zwei kennen sich schon ein paar Jahre, denn als ehrenamtlicher Falkner kommt der Kasseler Lehrer so oft es geht zu ihr. 

Wenn Rosalie mal keine Lust auf Nähe hat, zeigt sie es ihrem Menschenfreund: „Dann schnappt sie auch mal zu“, sagt Garbe, ein wenig Vorsicht sei da immer geboten. „Rosalie ist aber eine ganz Liebe, ein toller Vogel.“

Die Faszination, die viele zum Aktionswochenende in den Tierpark lockte, erklärt er durch die menschlichen Züge der Tiere. „Der starke Gesichtsausdruck, die Bewegungen, es ist immer spannend, sie zu beobachten.“ Das sei bei allen Arten gleich, ob Kauz, Uhu, Schleier- oder Schneeeule. Und doch fragten Besucher vor allem nach den weißen Verwandten von Hedwig. Zwei von ihnen leben in einer Voliere am Falknerhang, wo sie am Samstag und Sonntag ganz besonders oft besucht wurden.

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