HNA-Serie: Affendame aus dem Tierparks Sababurg isst gern Süßes

Tierische Freundschaft: Tierpflegerin Melanie Grimm hat Gibbondame Chita ein Schokocroissant mitgebracht. Fotos: S. Hoffmann

Sababurg. Gemüse, Fisch, aber auch tiefgefrorene Küken - in der Fütterküche des Tierparks Sababurg wird dies alles vorbereitet. Darum geht heute in unserer Tierparkserie.

Chita mag ihr Futter gern weich, auch zum Frühstück. Möhren, Paprika und einige Vitaminbomben mehr köcheln deshalb schon früh am Morgen auf dem Herd der kleinen Küche vor sich hin, in der Melanie Grimm und Leon Ebbrecht die Nahrung für ihre tierischen Freunde zubereiten.

Auch die Pinguine haben Hunger: Tierpfleger Leon Ebbrecht füttert sie mit Heringen.

Die Gibbondame ist die älteste Bewohnerin des Tierparks Sababurg, hat mit weit über 40 Jahren ein für ihre Rasse wahrhaft biblisches Alter erreicht und liegt Tierpflegerin Grimm vielleicht auch deshalb ganz besonders am Herzen. „Wenn sie mich mit ihren kleinen Augen anschaut, kann einem schon warm ums Herz werden“, sagt die 28-Jährige und packt für die Morgenrunde durch den Kinderzoo noch ein paar Extra-Leckereien für Chita ein. „Sie liebt Süßes, Kekse beispielsweise, Bananen natürlich auch, ab und an bekommt sie ein Schokocroissant.“

So auch heute. Als wüsste sie, welcher Snack auf sie wartet, begrüßt Chita ihre Menschenfreundin wenig später lautstark mit dem typischen Gibbon-Gesang. Ganz vorsichtig schiebt sie die Tür des Käfigs auf und hangelt sich mit ihren langen Armen über die Gitter raus in den Vorraum, wo Grimm auf sie wartet.

Die großen Hände legt sie sachte auf deren Knie und begrüßt sie mit einem „Wuh, wuh“, was in Affensprache wohl so viel heißt wie „Guten Morgen“. Genüsslich macht sie sich über die Leckereien her, während Leon Ebbrecht in der Futterküche schon die Kost für die übrigen Tiere zubereitet.

Für die Beutegreifer sieht das weniger schön aus, die bekommen tote Küken. „Wir bekommen sie tiefgefroren in Zwölf-Kilo-Paketen angeliefert und müssen sie nur auftauen“, sagt der Langenthaler, der sich noch gut an seine Anfänge im Tierpark erinnert, als ihm die Vorbereitung der gelben Winzlinge noch nicht so leicht von der Hand ging. „Da ist mir erstmal die Farbe aus dem Gesicht gewichen, mit der Zeit aber gewöhnt man sich dran und nimmt die Küken nur noch als Futtermittel wahr.“

HNA-Tierparkserie: Blick in die Futterküche

Frodo sieht das genau so. Die eigenwillige Katze ist den Tierpflegern irgendwann zugelaufen und stattet ihnen seither jeden Morgen einen Besuch ab. „Sie weiß genau, dass für sie was abfällt“, sagt der junge Tierpfleger und wirft dem Vierbeiner ein Küken zu. Die Heringe, die als nächstes für die Pinguine mit Vitaminpillen gespickt werden, würden ihm sicher auch schmecken. „Weil die Fische gefroren geliefert werden, müssen wir sie zusätzlich mit Nährstoffen anreichern“, sagt er. Eine echte Fleißarbeit, verputzt ein Pinguin allein immerhin rund ein Kilogramm pro Tag. Die meisten der übrigen Tiere seien da pflegeleichter, bekämen überwiegend Trockenfutter, das in den jeweiligen Gehegen bereits in Tonnen bereitstehe. In der Futterküche komme nur Frisches auf den Tisch, wie das Gemüse für Affendame Chita.

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