Schaufütterung und Infos zu den Tieren

Tierpark Sababurg: Wolfstage lockten zahlreiche Gäste an

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Auf Verwandtenbesuch: Jennifer Kühne (links) und Kathrin Ullrich mit den Wolfshunden Schnappi und Hrasek.

Sababurg. Die Sababurger Wolfstage waren auch in diesem Jahr ein Besuchermagnet. Hunderte Interessierte strömten am vergangenen Wochenende in den Tierpark.

Fast könnte man meinen, Jennifer Kühne kuschele mit einem Wolf. Als der Vierbeiner in ihrem Arm auch noch inbrünstig zu Heulen beginnt, ist das Täuschungsmanöver perfekt.

Es ist kein Wunder: In Gin Tonic vom Dreiburgenblick - kurz: Schnappi - steckt schließlich eine ordentliche Portion jenes Raubtieres, welches am Wochenende hunderte Besucher zu den Wolfstagen in den Tierpark Sababurg gelockt hat.

Schnappi lebt mit Frauchen Jennifer Kühne in Hombressen und ist ein Tschechoslowakischer Wolfshund, eine sehr junge und noch relativ unbekannte Hunderasse. „Entstanden ist sie aus einem Experiment, denn die Tiere sollten eigentlich für den Grenzschutz gezüchtet werden mit dem Ziel, die guten Eigenschaften des Deutschen Schäferhundes mit der Ausdauer und Robustheit des Europäischen Karpatenwolfes zu verpaaren“, erklärt Kühne. Dies sei jedoch mehr oder weniger missglückt, die herausgekommenen Tiere seien teilweise „zu wölfisch“ gewesen, insbesondere die der ersten Generationen.

Sie waren die Stars am vergangenen Wochenende: die Wölfe im Tierpark Sababurg. Hunderte Menschen nutzten die Gelegenheit, um den intelligenten Tieren einen Besuch abzustatten.

Was die Tschechoslowakischen Vierbeiner heute noch vom Wolf haben, ist laut Kühne ein Überraschungspaket. „Sie haben auf jeden Fall ein paar Eigenheiten, die man von üblichen Hunden nicht unbedingt kennt.“ So seien sie in ihrer Kommunikation sehr ehrlich und direkt. Während andere Hunde im Kontakt untereinander wild kläfften, setze der Wolfshund lediglich die Ohren zurück, lasse einen Eckzahn blitzen und dann sei im Nu Ruhe. „Hinten mit dem Schwanz wedeln und gleichzeitig vorne schnappen, das würde er nie tun, lieber gibt er schnell und deutlich zu verstehen, wenn er etwas nicht mag oder will.“

Im Tierpark Sababurg geben sich Schnappi und seine Kollegen am Wochenende überwiegend gut gelaunt und ziehen mit ihrem selbstbewussten Auftreten sämtliche Blicke auf sich. Auch die Schwestern Julia und Leonie wollen mehr über sie wissen, haben sie die echten Wölfe des Tierparks schließlich noch nicht zu Gesicht bekommen. „Ich finde es spannend, wie sie heulen, um sich miteinander zu verständigen“, sagt die zehnjährige Leonie, während sie am gemütlichen Lagerfeuer ihr Stockbrot über die Flammen hält und von den Wölfen schwärmt. Außerdem sei ihr Fell einfach wunderschön.

Deswegen will sie sich auch noch aufmachen zum Wolfsgehege, wo Sandy Rödde vom Tierpark schon mit einer Schaufütterung und jeder Menge spannender Informationen rund um die tierischen Stars des Wochenendes wartet.

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