Junger Landwirt verunglückte tragisch

Tödlicher Unfall in Obermeiser vor 70 Jahren: Ein Schlepper stürzte ab

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Schauplatz des Unfalls: An der Brücke ereignete sich der Verkehrsunfall. Dort war auch die Mühle Bringmann, die in den 60er- Jahren stillgelegt wurde. Bis heute wird in dem Gebäude, das sich noch immer in Familienbesitz befindet, Strom erzeugt. 

Obermeiser. Der Betrieb von Kraftfahrzeugen ist stets auch mit Gefahren verbunden: Im November 1950 ereignete sich in Obermeiser ein tödlicher Verkehrsunfall.

Unsere heutigen Motive erinnern an den Unfall vor fast 70 Jahren. Am frühen Abend des 1. Novembers 1950, einem trüben Herbsttag, befuhr der erst 21 Jahre alte landwirtschaftliche Arbeiter Manfred Uhlmann mit einem Schlepper den Wirtschaftszweig vor der Mühle. In Höhe der Brücke über die Warme kam er mit seinem Fahrzeug, einem Lanz-Bulldog des Typs D 7506, von der Fahrbahn ab.

Fünf Meter Sturz in die Warme

Er durchbrach mit dem Gefährt die Brüstung aus Sandsteinquadern und stürzte mit dem Traktor und dem dazugehörigen Anhänger fünf Meter tief hinunter in das Bachbett. An den Folgen der schweren Verletzungen verstarb der junge Mann unmittelbar.

Manfred Uhlmann stammte aus Frankenberg in Sachsen, zum Zeitpunkt des Unfalls war er unverheiratet und bereits Vollwaise.

Unglücksfahrzeug: Mit einem solchen Lanz D 7506 verunglückte der junge Mann im Jahr 1950. 

Augenzeugen des tragischen Ereignisses gab es nicht. Es gab aber Berichte von anderen, dass Uhlmann an dem Bulldog einen Wagen mit längerer Deichsel mitgeführt haben soll.

Deshalb wird vermutet, dass er, während er die Kurve vor der Brücke durchfuhr, nach hinten geblickt hat, um zu schauen, ob der Anhänger ohne Anecken folgt. Wahrscheinlich habe er dabei versehentlich mit den Vorderrädern des Schleppers die seitliche Begrenzung der Brücke durchbrochen.

Ein Verschulden Dritter wurde von der Gendarmerie, welche damals den Unfall untersuchte, ausgeschlossen.

Müller beim Grasmähen: Nahe der Mühle Bringmann ereignete sich 1950 der tragische Verkehrsunfall. Das Motiv zeigt Mühlenbesitzer Heinrich Bringmann (1892-1966) beim Grasmähen mit der Sense am Ufer der Warme. Dahinter die Fassade des Wohnhauses und die steinerne Brücke.

Am Zusammenfluss des Nebelbachs und der Warme liegen seit 1907 die Gebäude der Mühle Bringmann. Neben der Brücke über den Bachlauf befindet sich das Wohngebäude mit Scheune und Nebengebäuden. Im Luftbild gut zu sehen ist oben rechts der Mühlgraben, dessen Wasser in die Warme mündet.

Die historischen Motive wurden von Holger Neumeyer vom Arbeitskreis Dorfgeschichte zur Verfügung gestellt.

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