Trendelburgs Rathauschef kritisiert Pläne von Hessen mobil

B 83 bei Deisel wird für einen Monat gesperrt

Trendelburg. Mit erheblichen Umwegen müssen sich Autofahrer im Kreisteil Hofgeismar ab dem 3. April arrangieren.

Fast einen Monat lang wird die wichtigste Nord-Süd-Verbindung, die Bundesstraße 83 in Trendelburg, gesperrt sein. Bei der Stadt ist man über die Planung verärgert: Eine Vollsperrung sei nicht nötig gewesen, sagt Bürgermeister Kai Georg Bachmann.

Auf der B 83 soll bis voraussichtlich 28. April die Straße erneuert werden. Die Straßenbaubehörde Hessen Mobil bereitet im Auftrag des Bundes die Arbeiten vor. Auf einer Strecke von 1,75 Kilometern wird die B 83 dann dicht sein. Die Umleitungen führen großräumig über Manrode (für Autos) und Gieselwerder (für Laster). Der Bund investiert 600.000 Euro für die Arbeiten.

Sperrung in Trendelburg: An der Einfahrt zum Edeka ist ab 3. April Schluss auf der B83.

Bürgermeister Bachmann ist „über die Vollsperrung alles andere als erfreut“: Denn im Rathaus bekomme man bei solchen Sperrungen den Unmut der Autofahrer zu spüren. „Die Stadt Trendelburg ist weder Bauträger noch Entscheider“, sagt Bachmann. Man sei gezwungenermaßen nur Überbringer der schlechten Nachricht.

Die Vorstellung der Stadt Trendelburg sei es gewesen, die Baustelle zumindest einspurig befahrbar zu lassen. „Dieser Ansatz wurde seitens Hessen Mobil aber abgelehnt“, sagt Bachmann. Auch Widersprüche seitens der Stadt seien nicht beachtet worden.

„Die Umleitungsstrecken wurden im Einvernehmen mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises erarbeitet“, begründet Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus den Schritt. Dabei solle durch die Trennung der Verkehrsströme von Autos und Lastwagen hier die Belastung verringert werden.

Man habe die Bauzeit „auf das absolut unumgängliche Mindestmaß von vier Wochen reduziert“. Die Arbeiten könnten aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite der B 83 nur unter Vollsperrung gemacht werden. 

Abzweig nach Langenthal: In Deisel ist das nördliche Ende der Sperrung.

Bachmann schlug Alternativen zu Sperrung vor

"Man wollte das nicht"

Eine Spur befahrbar lassen oder die Arbeiten um ein Jahr verschieben und dann in den Ferien bauen – Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann sieht mehrere Möglichkeiten, um eine Vollsperrung der B83 zu verhindern. „Man wollte das aber alles nicht“, sagt er und meint damit die Straßenbaubehörde Hessen Mobil. Zwei Stellungnahmen der Gemeinde sind ohne Ergebnis geblieben. Welche Auswirkungen eine Vollsperrung der B 83, weiß man in Trendelburg noch: 2015 war der Abschnitt zwischen Hümme und Stammen erneuert worden. Doch für Horst Sinemus, Hessen Mobil, ist die geplante Sperrung unumgänglich: Die Fahrbahn sei schlicht zu schmal, um beides zu tun, also zu sanieren und eine Fahrspur offen zu halten. „Die Baumaßnahme kann aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite nur unter Vollsperrung des Streckenabschnitts durchgeführt werden, da die vorhandene Fahrbahnbreite von sechs Metern die Ausführung der Arbeiten unter einer halbseitigen Verkehrsführung nicht zulässt.“ Dabei spielt der Aspekte der Arbeitssicherheit die maßgebliche Rolle. Um das geforderte Maß an Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und Baustellenpersonal zu garantieren, sei eine Vollsperrung während der Bauzeit unumgänglich. Die Stadt Trendelburg bittet nun die Autofahrer um Verständnis. „Eine andere offizielle Umleitung ist aufgrund der wenigen Ausweichstrecken in diesem Bereich nicht möglich“, sagt Bürgermeister Bachmann. Man appelliere auch an die Autofahrer, die offiziellen Umleitung zu nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.