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Bürgerbegehren in Trendlburg: Über 600 wollen bei Thema Windkraft im Reinhardswald mitentscheiden

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Von: Hanna Maiterth

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Die Unterschriften für ein Bürgerbegehren nahm Bürgermeister Martin Lange (links) von Klaus-Rüdiger Herrmann und Tobias Seydler (beide FWG) entgegen.
Die Unterschriften für ein Bürgerbegehren nahm Bürgermeister Martin Lange (links) von Klaus-Rüdiger Herrmann und Tobias Seydler (beide FWG) entgegen. © Hanna Maiterth

Über 600 Unterschriften der Trendelburger Bürger und Bürgerinnen, sprechen sich für einen Bürgerentscheid beim Thema Windkraft im Reinhardswald aus.

Trendelburg – Einen dicken weißen Umschlag nahm Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange am Freitagvormittag in Empfang. Darin befanden sich Unterschriften der Trendelburger Bürger und Bürgerinnen, die sich für einen Bürgerentscheid beim Thema Windkraft im Reinhardswald aussprechen.

„Über 600 Unterschriften sind zusammengekommen“, berichtet Tobias Seydler, FWG-Fraktionschef und neben den Parteimitgliedern Klaus-Rüdiger Herrmann und Bettina Bönning einer der Ansprechpartner des Bürgerbegehrens, bei der offiziellen Übergabe.

Konkret geht es um eine Entscheidung des Stadtparlaments aus der Mai-Sitzung. Mit einer knappen Mehrheit stimmten die Stadtverordneten für die Eigenkapitaleinlage bei der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) in Höhe von 442 170 Euro. Kurz danach habe die FWG Trendelburg sich dann für den Start des Bürgerbegehrens entschieden, wie Seydler erklärt.

Bürgerbegehren: Trendelburger wollen mitentscheiden

„Wir haben jahrelang die Bürger mobilisiert, jetzt wollen wir auch, dass sie sich an der Entscheidung beteiligen dürfen“, erklärt Klaus-Rüdiger Herrmann. Dass es der richtige Weg ist, davon sind Herrmann und Seydler auch aufgrund der Rückmeldungen überzeugt. „Viele haben sich dafür bedankt, dass sie gefragt werden“, sagt Seydler. Oftmals sei die Aussage gekommen: „Ich will als Bürger bei solchen Investitionen wenigstens gefragt werden.“

Vor gut zwei Wochen, an Christi Himmelfahrt, hatten die Fraktionsmitglieder angefangen, Unterschriften zu sammeln. Zum Teil habe Seydler drei Mal am Tag den Briefkasten leeren müssen.

Zeit für die Abgabe der Unterschriften hätten die Initiatoren des Bürgerbegehrens gemäß Hessischer Gemeindeordnung noch bis kommende Woche Donnerstag.

Quote für Bürgerbegehren längst erfüllt

Da an dem Bürgerbegehren innerhalb kürzester Zeit mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, sei die Quote jedoch mehr als erfüllt und daher habe man sich für die frühere Abgabe entschieden, erklären die beiden Männer.

Es ist der Ersatz für das erste Bürgerbegehren, das ebenfalls auf Initiative der FWG gestartet wurde. Das hatte sich nämlich gegen den Kredit gerichtet, der ursprünglich der EGR gewährt werden sollte. Da eine Kommune jedoch nicht wie ein Unternehmen Darlehen gewähren kann und der Beschluss somit im Stadtparlament zurückgenommen wurde, war dieses Bürgerbegehren hinfällig.

Unterschriften werden nun gezählt und geprüft

„Das neue Bürgerbegehren bietet die Chance, dass wieder Frieden einkehrt“, kommentierte Bürgermeister Martin Lange am Freitag bei der Übergabe. Dem stimmt auch die FWG zu. Denn wenn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für die Bereitstellung des Geldes sei, werde man sich dieser Entscheidung fügen.

Doch bis es so weit ist, werden nun im Rathaus erst mal die Unterschriften ausgezählt und auf Gültigkeit überprüft. „Auf der Tagesordnung der Stadtverordneten wird das Thema voraussichtlich in einer der nächsten Sitzungen stehen“, schätzt Lange. (Hanna Maiterth)

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