Trendelburger Vorhaben 2017

Bürgermeister Bachmann: Wir packen wieder viel an

Die Trendelburg ist wieder ein Publikumsmagnet: Der Hochzeitsturm (rechts) gehört schon zum Hotelbetrieb. Einen weiteren Turm wollen die Eigentümer noch ausbauen. Im Hintergrund zu sehen sind Windräder von Langenthal, wo neue dazu kommen. Foto: Privat

Trendelburg. Die Stadt Trendelburg hat im neuen neuen Jahr finanziell Luft, auch größere Investitionen zu stemmen.  

Seit 2012 steht Trendelburg unter dem Schutzschirm des Landes. Die Zeit hat die Stadt genutzt und ist wieder handlungsfähig geworden. Für dieses Jahr plant sie sogar mit Investitionen von 2,5 Millionen Euro, ohne dabei in die Neuverschuldung zu gehen. „Wir packen soviel an wie seit 20 Jahren nicht mehr“, sagt Bürgermeister Kai Georg Bachmann.

Baustellen

Während das Steintor in Trendelburg und der Ahornweg in Deisel als große Straßenbaustellen der vergangenen Jahre abgeschlossen sind, wartet nun die Straße Am Hassel in der Kernstadt auf Fertigstellung. Mit Kosten von rund einer Million Euro ist es das größte Bauprojekt 2017. Auch die Kanalsanierung nach der Eigenkontrollverordnung (EKVO) geht weiter. Für 350.000 Euro sollen die derzeit bedenklichsten Schäden behoben werden. Viel Aufwand für die Verwaltung bedeute die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr. In 80 Prozent der Fälle bringe sie für die Gebührenzahler aber keine große Änderung, so Bachmann.

Burghotel

Nach wie vor unterstützt die Stadt die Pläne von Hotelbesitzer Dr. Rolf Lobeck zum Ausbau des Hotels auf der Trendelburg. Lobeck möchte den alten Wehrturm gegenüber dem sogenannten Hochzeitsturm ebenfalls ausbauen und Hotelzimmer einrichten. Doch bislang sperrte sich die Denkmalpflege gegen die Pläne. Nun soll Lobeck einen zweiten Entwurf vorlegen. „Wir unterstützen die Eigentümerfamilie auf jeden Fall“, sagt der Bürgermeister. Die Burg sei inzwischen wieder ein großer Besuchermagnet. Auch die Buchungen des Standesamtes für die Burg „laufen super“.

Projekte

Mit großem ehrenamtlichen Engagement der Dorfbevölkerung gehen die Sanierungen der Dorfgemeinschaftshäuser in Langenthal und Gottsbüren weiter. Auf Baugenehmigung und 230 000 Euro Förderung des Landes hofft die Deiseler Feuerwehr für das eigene Haus, für das insgesamt 430 000 Euro veranschlagt sind. Ebenso vom Land und von der EU wird der neue Premium-Wohnmobilplatz an der Domäne mit zwölf Stellplätzen errichtet.

Windkraft

Ein zentrales Thema für Trendelburg bleibt auch im neuen Jahr die Windkraft. So sitzt der Bürgermeister in diesen Tagen „auf heißen Kohlen“ und erwartet die Nachricht vom Land, ob denn die Energiegenossenschaft Reinhardswald den Zuschlag für einen Windpark auf dem Langenberg und Farrenplatz erhält. „Wir haben uns ehrlich bemüht und exklusiv verhandelt.“ Auf dem Wald in Deiselberg sind indes sieben Anlagen bereits genehmigt. Und bei Langenthal sollen drei weitere Anlagen gebaut werden. Das soll sich auch für die Gemeinde lohnen: Sie soll 1,5 Prozent vom Nettostromerlös erhalten - das entspräche zwischen 7500 und 10.000 Euro pro Anlage und Jahr.

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