Fahrten falsch abgerechnet

Busfahrer kassierten zu viel für Fahrt von Hümme nach Trendelburg

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Eingestiegen, abgefahren: Busfahrer Sergej Eist kennt den Ticket-Preis zwischen Hümme und Trendelburg. Martina Kuhlmann hofft, dass das nun bei allen Busfahrern so sein wird.

Trendelburg. Eine Fahrt von der Haltestelle Essestraße in Hümme bis zur Diemelbrücke in Trendelburg kostet 3,20 Euro. Trotzdem musste Martina Kuhlmann schon oft 4,20 Euro bezahlen.

Wenn Martina Kuhlmann in den Bus der Linie 140 oder 180 steigt, um von Hümme nach Trendelburg zu fahren, löst sie immer einen Einzelfahrschein beim Busfahrer. Kuhlmann benötigt ein Ticket der Preisstufe 2, um von der Haltestelle Essestraße in Hümme bis zur Haltestelle Diemelbrücke in Trendelburg zu gelangen. Dieses Ticket kostet 3,20 Euro.

So ist es jedenfalls auf der Homepage des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) im Internet zu lesen. Auch Sabine Herms, Pressesprecherin des NVV, bestätigt diesen Preis. Doch Martina Kuhlmann wurde im Bus schon mehrfach aufgefordert 4,20 Euro für die Fahrkarte zu zahlen. Und das von verschiedenen Busfahrern.

„Ich habe mich auch schon an den NVV gewandt und gesagt bekommen, dass die Karte 3,20 Euro kostet“, erzählt Kuhlmann, die das Ergebnis ihrer Recherche von der Verkehrsgesellschaft schriftlich bekommen hat. „Das Schreiben habe ich dem Busfahrer dann auch gezeigt, doch der hat gesagt: Sie können mir zeigen was sie wollen“, sagt Kuhlmann und ergänzt: „Der Fahrer wurde richtig pampig.“

Das soll Fahrgästen wie Martina Kuhlmann in Zukunft nicht mehr passieren, denn beim NVV ist das Problem inzwischen bekannt.

Zwei Teilzonen 

„Die Erklärung ist, dass es in Trendelburg zwei Teilzonen gibt“, sagt Sabine Herms. „Von Hümme bis zur Haltestelle Diemelbrücke in Trendelburg gilt definitiv Preisstufe 2. Dafür muss vom Busfahrer Trendelburg Süd angegeben werden“, erklärt die NVV-Sprecherin.

Das Gerät, das automatisch die Fahrkarten erstellt, muss dafür allerdings vom Fahrer manuell umgestellt werden. Das haben offensichtlich nicht alle Fahrer gemacht.

„Die Technik ist an dieser Stelle nicht so komfortabel, das ist ein wenig mit Aufwand verbunden“, sagt Herms. Die Fahrer seien nun noch einmal extra darauf hingewiesen worden. „Wir hoffen, die Angelegenheit dann zu Gunsten der Fahrgäste aufklären zu können“, sagt sie.

Martina Kuhlmann hat sämtliche Fahrscheine und Schreiben an den NVV aufgehoben und hat Geld zurückgefordert. Für eine Fahrt Ende Mai hat der Verkehrsverbund ihr auch schon einen Euro erstattet. Das Geld für die anderen Fahrten, die falsch abgerechnet wurden, soll laut Kuhlmann folgen.

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