Arbeiten für sieben Anlagen beginnen

Deiselberg: Bäume fallen für den Windpark

+
Hier entsteht der neue Windpark: Der Wald auf dem Deiselberg.

Trendelburg. Das Dresdener Unternehmen VSB beginnt mit den Bauvorbereitungen für den Windpark am Deiselberg. Wir geben einen Überblick zum Projekt.

Für Februar sind die Rodungsarbeiten geplant. Im Sommer soll der Bau der Fundamente starten.

Das Projekt

Das Projekt mit einer Leistung von 23,1 Megawatt wurde im Dezember genehmigt. Der neue Windpark wird laut VSB rund 31 500 Menschen mit Energie versorgen. Errichtet werden sieben Windenergieanlagen des Typs Nordex N131 mit einer Nabenhöhe von 134 Metern. Sie stehen auf Staatswaldflächen des Forstamtes Reinhardshagen – 3,5 Kilometer westlich der Stadt Trendelburg. Die Inbetriebnahme ist für März 2018 geplant. Zur Höhe der Investitionen macht VSB keine Angaben. Das Unternehmen wird den Windpark entwickeln und bauen, wer ihn danach übernimmt, ist noch unklar.

Die Rodungen

Da der Windpark im Wald liegt, werden auch Bäume gefällt. „Aus Rücksicht auf den Naturschutz sind diese nur in einem eng definierten Zeitfenster bis Ende Februar möglich“, sagt Pressereferentin Kathrin Balzer. Für die Kabeltrasse und die Zuwegungen zum Windpark werde das bestehende forstwirtschaftliche Wegenetz genutzt und erweitert. Kran und Bauteile würden so wenig Platz wie möglich benötigen. Konkret bedeutet das für den Windpark: Fünf Hektar Wirtschaftswald würden dauerhaft gerodet.

Bäume als Ausgleich

Nach dem Ende der Bauarbeiten pflanzt VSB als Ausgleich auf 6,2 Hektar Laubbäume neu an. Die Fläche wird auf der Gemarkung Gottsbüren liegen, deren Eigentümer die Stadt Trendelburg ist. Weitere 0,65 Hektar, die während der Bauphase genutzt werden, würden anschließend aufgeforstet.

Wanderwege gesperrt

Wichtig für Wanderer im Waldgebiet Mittelberg: Aufgrund des Windparkbaus werden zwischen Januar 2017 und März 2018 die Rundwanderwege Nr. 2 und S1, der Fulda-Diemel-Weg sowie der Parkplatz Deiselberg gesperrt. Hinweistafeln zeigen Wanderern alternative Routen. Sie wurden in Kooperation mit Hessen Forst aufgestellt.

Der Zeitplan

• Februar: Rodungsarbeiten

• Februar/März: Archäologische Untersuchungen

• März bis Juni: Kabeltrasse

• Mai bis August: Wegebau

• Juli bis Oktober: Fundamente

• August bis Dezember: Bau Umspannwerk

• August bis Dezember: Turmbau

• Januar/Februar: Windräder

Das sagt die Stadt

Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann betont, dass dieses Projekt schon unter seinem Vorgänger Bernhard Klug auf den Weg gebracht wurde. „Wir hätten es mit einem regionalen Partner machen wollen“, sagt Bachmann. Jetzt sei für die Stadt nicht mehr viel rauszuholen.

www.windpark-trendelburg.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.