Distanzen zwischen 27 und 109 Kilometer

Deiselberg-Distanz 2.0 mit Deutscher Fahrermeisterschaft in Trendelburg

+
Kaum zu halten: Ponyhengst Contador konnte es kaum erwarten, mit Fahrerin Sonja Schmidt-Flach auf die nächste Distanz zu gehen. Diese verriet, dass er erst zum zweiten Mal dabei ist und daher nur eine Strecke von 27 Kilometern zu absolvieren braucht.

Am Wochenende trafen sich Reiter und Fahrer in Trendelburg zum dritten Mal zur Deiselberg-Distanz 2.0. Es galt, Strecken von bis zu 109 Kilometer zu absolvieren.

Wer zur Start- und Ziellinie in Stammen kam, traf dort auf ein buntes Durcheinander. Hier machten sich Reiter auf zur nächsten Runde, dort wurden Pferde mit Wasser überschüttet und an anderer Stelle wartete ein Pony-Hengst ungeduldig darauf, endlich losrennen zu dürfen. Doch dem scheinbaren Chaos lag eine gut durchorganisierte Ordnung zugrunde. 

Start nur mit Okay vom Arzt

„Wenn Reiter oder Fahrer von einer ihrer Runden, die sie zum Deiselberg oder nach Beberbeck führen, zurückkommen, wird nicht nur die Zeit genommen, vor allem werden die Pferde vom Tierarzt gründlich untersucht“, erklärt Vanessa Grohmann, die zusammen mit Denise Warnecke die Deiselberg-Distanz 2.0 veranstaltet. Nur, wenn dieser sein Okay gibt, die Tiere also nicht lahmen, Schleimhäute und Darmgeräusche okay sind und der beständige Ruhepuls bei 64 liegt, dürfen Reiter, bzw. Fahrer und Pferd nach einer 40-minütigen Pause los zur nächsten Runde.

Wasser für Pferde oft unheimlich

Um sich auf die verschiedenen Distanzen zwischen 27 und 109 Kilometer machen zu dürfen, müssen die Pferde mindestens fünf Jahre, bzw. sieben Jahre (für Strecken ab 84 Kilometer) alt, gesund und vor allem lauffreudig sein. Darüber hinaus ist ein großes Vertrauen zum Pferdehalter notwendig. „Die Pferde müssen die Holzape durchqueren, was extra ausgeschrieben wurde“, erklärt Vanessa Grohmann und fügt hinzu „Wasser ist für Pferde oft unheimlich. 

Nicht jedes Pferd würde ins Gelände gehen.“ Doch für die Pferde und ihre 32 Reiter, bzw. Fahrer, die hier unterwegs sind, gibt es kaum etwas Schöneres. Sie genießen es, sich in der Natur zu bewegen und werden für den Wettkampf jeweils von ihrem eigenen Begleittross betreut, der sich um das Wohl von Pferd und Mensch kümmert.

Als Teil der Deiselberg-Distanz 2.0 fanden die Deutschen Meisterschaften im Distanzfahren statt, an der sich acht Teilnehmer beteiligten. Sieger über die Strecke von 109 Kilometer wurde Manfred Wanitschka.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.