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Diemelradweg ist nun an der Spitze

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Von: Thomas Thiele

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Auf einem asphaltierten Radweg fahren drei Radfahrer und Radfahrerinnen, die man von hinten sieht. Weitere kommen ihnen am Horizont entgegen. Links ist ein baumbewachsener Berghang, rechts verläuft das grüne Wiesental der Diemel.
Der Diemelradweg (hier nahe der alten Carlsbahntrasse bei Deisel) ist beliebt wegen seiner abwechslungsreichen Landschaft. © Thomas Thiele

Der Diemelradweg hat jetzt fünf Sterne und gehört damit zu den zwei exzellentesten Qualitätsradwegen in Deutschland.

Kreis Kassel . Der Diemelradweg kann ab dem nächsten Jahr die Fünf-Sterne-Bewertung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) tragen, die höchste die es in Deutschland gibt. Die Urkunde wird bei der Internationalen Tourismus-Börse Berlin im März 2023 überreicht.

Gemeinschaftsleistung

„Diese hohe Auszeichnung ist der Lohn einer starken Gemeinschaftsleistung rund um die Radroute“, erklärte dazu die aus neun Kommunen bestehende Kooperation Diemelradweg mit Sitz in Marsberg in einer Pressemitteilung: „Gleichzeitig ist es unser Ansporn die Qualität zu sichern und die Angebote noch weiter auszubauen.“

Hohe Erwartungen

Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen die hohen Erwartungen des ADFC in neun deutschlandweit einheitlichen Kriterien erzielt werden. Bewertet wurden bei dem Radweg: Breite, Oberfläche, Wegweisung, Routenführung, Sicherheit und Verkehrsbelastung, touristische Infrastruktur, Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sowie Marketing.

100 von 100 Punkten

„Der Diemelradweg hat sich in vielen Kategorien steigern können. Dies gelang durch die großen Anstrengungen aller Beteiligten - besonders im Bereich Streckenausbau und Instandhaltung“, erklärte die Kooperation Diemelradweg. Die Radroute konnte in den Kategorien Wegweisung, Infrastruktur und Sicherheit, sowie Routenführung sehr hohe Punktbewertungen in Einzelkategorien erzielen. Im Bereich Wegweisung wurden 100 von 100 möglichen Punkten erreicht.

Viele arbeiten mit

„Alle beteiligten Kommunen, Landkreise und Projektpartner bringen nicht nur finanzielle, sondern auch personelle Stärken mit ein. Dadurch kann der Arbeitskreis immer weiter an der Radroute arbeiten“, erklärte die Kooperation weiter.

Finanzieller Kraftakt für Landkreis Kassel

Ein neuer Teil der Radroute bedeutete für den Landkreis Kassel eine große finanzielle Anstrengung. „Mit dem Diemelradweg investieren wir in den Tourismus in unserem Kreisgebiet. Daraus resultiert ein positiver Effekt für Alle, die im Umfeld der Radroute tätig sind“, betont Landrat Andreas Siebert. Ein starker Tourismus bedeute für einen überwiegend ländlich-geprägten Landkreis immer auch Zugewinne in der Wirtschaft.

In die Bewertung des ADFC floss auch der Neubau des elf Kilometer langen Abschnitts des Radfernweges R4 ein. Zwischen Hümme und Bad Karlshafen entstand ein entscheidender Streckenabschnitt, der im Auswertungsbericht des ADFC benannt wird. Diese Maßnahme hatte ein Gesamtvolumen von 1,65 Millionen Euro.

Radtouristische Entwicklung

„Auch für den Naturpark Reinhardswald ist die positive Entwicklung des Radweges ein wichtiger Punkt der radtouristischen Naturparkentwicklung“, ergänzt Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel. Wichtig sei es, starke Partner in der Region zu gewinnen, die am Diemelradweg mitwirken. „Wir sind im stetigen Austausch mit allen beteiligten Kommunen und werben um neue Mitstreiter aus allen Bereichen“, sagt Gerald Baumann, Touristikmanager des Landkreises, zu den Netzwerken des Radweges.

„Der Diemelradweg ist ein wichtiger Bestandteil der touristischen Attraktivität der beteiligten Regionen. Gemeinsam werden wir neue Ziele entwickeln und umsetzen, damit wir weiter zu den TOP-Qualitätsradrouten zählen“, ist das Fazit der Kooperation Diemelradweg.  (Thomas Thiele)

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