In der Kulturhalle

Dritter Corona-Testtag im Gespräch: Angebot in Trendelburg von Nachfrage bedingt

Zwei Kabinen, in denen Abstriche vorgenommen werden, sind eingerichtet. Bei Bedarf wird es noch eine Dritte geben. Ina Noack (links) geleitet hier Nina Hoff (rechts) zu Emilia Hofmann, die den Test vornimmt.
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Zwei Kabinen, in denen Abstriche vorgenommen werden, sind eingerichtet. Bei Bedarf wird es noch eine Dritte geben. Ina Noack (links) geleitet hier Nina Hoff (rechts) zu Emilia Hofmann, die den Test vornimmt.

Die einen wollen zum Friseur, andere ins Altenheim: Fast alle, die sich am Montagnachmittag im Trendelburger Testzentrum auf das Coronavirus haben testen lassen, hatten Pläne.

Trendelburg - Seit anderthalb Wochen können sich die Trendelburger nun auch in der Kulturhalle testen lassen. Montag- und freitagnachmittags nimmt dort ein kleines Team des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Abstriche vor. „Wir sind der Kulturgemeinschaft sehr dankbar, dass sie ihre Halle dafür zur Verfügung gestellt hat“, sagt Bürgermeister Martin Lange. Man sei ziemlich stolz, so schnell weitere Testmöglichkeiten geschaffen zu haben.

Bisher konnten sich die Trendelburger im Ort selbst nur von der ansässigen Apotheke einmal wöchentlich kontrollieren lassen. Dafür musste im Vorfeld ein Termin gebucht werden. Wer an anderen Tagen einen Test benötigte oder bei der Apotheke nicht unterkam, musste entweder nach Hofgeismar oder nach Helmarshausen fahren. Dass dieser Aufwand auf Dauer nicht tragbar sein würde, war auch der Verwaltung klar, die mit Unterstützung des ASB nun dieses weitere Angebot geschaffen hat.

Lange: Einige Eltern üben Kritik an Selbsttest für Schüler

Schon seit Wochen betreut die Hilfsorganisation Testzentren in Immenhausen und Lohfelden. „Allein im April haben wir 6500 Menschen in Immenhausen getestet. Die Nachfrage ist stark vorhanden“, sagte Michael Görner, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Kassel-Nordhessen. Dorthin kämen durchschnittlich 350 Bürger – es seien auch schon 400 gewesen. Von technischer Unterstützung, wobei man sein Testergebnis per App erfahren kann – diese Möglichkeit werde in einigen Bundesländern genutzt – hält Görner weniger: „In drei Monaten wird es wahrscheinlich keine Testzentren mehr geben. Bis dahin wird wohl jeder diese wenigen Minuten investieren können.“

Zurück nach Trendelburg: Sobald der Präsenz-Schulunterricht wieder aufgenommen wird, geht man hier davon aus, dass die Frequenz im Testzentrum steigen wird.Wie Martin Lange berichtet, hätten einige Eltern Kritik an den Selbsttests in der Schule geübt und gefordert, dass diese von einer geschulten Person vorgenommen werden müssten. „Wir überlegen gerade, ob wir am Mittwoch noch einen halben Tag hinzunehmen. Das hängt natürlich davon ab, wie gut das Zentrum angenommen wird.“ Aktuell betreuen jeweils vier Mitarbeiter die Teststation, in der es derzeit zwei eingerichtete Kabinen für die Abstriche gibt.

Übrigens finden in der Kulturhalle auch weiterhin die Stadtverordnetensitzungen statt. „Dafür rücken wir dann einfach die Ausstattung etwas zur Seite, die Halle ist ja schließlich groß genug“, sagt Lange. (Tanja Temme)

Info: Tests in der Kulturhalle Trendelburg montags und freitags von 15 und 18 Uhr. Kein Test möglich bei Anzeichen einer Erkältung.

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