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Ein Fahrstuhl fürs Forsthaus bei Sababurg

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Von: Peter Kilian

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Fünf Männer stehen vor dem zweistöckigen Gebäude, an dem außen eine Metalltreppe emporführt.
An das Forsthaus Bensdorf soll ein Fahrstuhl angebaut werden. Es freuen sich über einen Zuschuss von 74 000 Euro von links Wolfgang Werner (VKM), Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung), Landrat Andreas Siebert, Steffen Zeidler (Wirtschafts- und Strukturbank) und Carsten Petry, Regionalmanager. © Peter Kilian

Das Forsthaus Bensdorf im Reinhardswald soll mit einem neuen Fahrstuhl barrierefrei werden.

Hofgeismar. Läuft alles nach Plan, sollten im nächsten Frühjahr am Forsthaus Bensdorf Bagger anrollen und Bauarbeiter tätig werden. Alle finanziellen Hürden wurden jedenfalls übersprungen, sodass es nun daran gehen kann, die Arbeiten auszuschreiben. Ziel ist es, an dem oberhalb des Tierparks Sababurg idyllisch gelegenen ehemaligen Forsthaus einen Fahrstuhl anzubauen.

Aufzug kostet 130.000 Euro

Das Projekt schlägt mit 130 000 Euro zu Buche. Landrat Andreas Siebert freute sich jetzt, einen Zuschuss über 74 000 Euro in Empfang zu nehmen. Das Geld kommt aus Mitteln der Europäischen Union und vom Land Hessen. Überreicht wurde der Scheck von Steffen Zeidler von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, die damit die ländliche Regionalentwicklung fördern will.

Derzeit sind im Forsthaus über 20 Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Darunter auch Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Und für Menschen mit solch einem Schicksal ist der Fahrstuhl gedacht. Wolfgang Werner, Vorsitzender des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM), nutzte die Scheckübergabe, um kurz auf die Nutzung des Hauses einzugehen, das der Verein betreibt.

Für Menschen mit und ohne Behinderung

In der Vergangenheit von Förderschulen genutzt, um Kindern und Jugendlichen Freizeiten zu ermöglichen, ist perspektivisch daran gedacht, eine inklusive Einrichtung zu schaffen, wo sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung treffen. Hierfür sei es von entscheidender Bedeutung, so sagte Werner, in dem Haupthaus Barrierefreiheit zu garantieren. Das solle mit dem Fahrstuhl geschehen.

Landrat Siebert, sozusagen der Hausherr des Forsthauses, unterstrich die Notwendigkeit, dass solch eine Einrichtung barrierefrei sein müsse. Weiter betonte er, welch wertvolle Arbeit in dem Haus geleistet werde, und der Landkreis als Eigentümer sich glücklich schätzen könne, mit dem VKM einen Betreiber zu haben, der diese Aufgabe meistere. Gleichzeitig dankte er für die finanzielle Unterstützung, ohne die die Pläne nicht umzusetzen seien. Der Landkreis allein könne die vielen guten Ideen, die im Raum stünden, nicht schultern. (Peter Kilian)

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