Installation für zweite Jahreshälfte geplant

Erster fester Blitzer in Trendelburg-Stammen

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Ein ähnlicher Blitzer, wie hier in Fuldatal-Wahnhausen, könnte bald in Trendelburg-Stammen stehen.

In Stammen an der B83 soll in diesem Jahr der erste festinstallierte Blitzer im Kreisteil Hofgeismar aufgebaut werden. Und das in die Nähe der Fußgängerampel.

„Dort befinden sich eine Bushaltestelle und der Schulweg. Die Ecke ist zu Schulzeiten besonders hoch frequentiert“, sagt Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange.

Es gebe eine Menge Autofahrer, die mit 70 Stundenkilometer nach Stammen reinfahren würden. Und wenn die Ampel gerad dabei sei, auf Rot zu umzuschalten, würde teilweise noch „mal ordentlich das Gaspedal durchgetreten“, statt zu bremsen. Diese Raser seinen vor allem den Bewohnern ein Dorn im Auge, ergänzt Lange.

Kriterien wurden erfüllt

Um den schnellen Fahrern Einhalt zu gebieten, soll der Blitzer her. Geplant ist eine Messanlage, die in beide Richtungen auslöst. „Ich würde mich freuen, wenn sie in der zweiten Jahreshälfte steht“, sagt Lange.

Es gebe viele Stellen, wo es mit der Geschwindigkeit problematisch sei, aber in Stammen hat die Stadt die Genehmigung für die Anlage bekommen. Dafür mussten verschiedene Kriterien erfüllt werden. Das Verfahren war nach Langes Angaben sehr komplex. „Unter anderem musste die Landespolizei-Akademie eine positive Stellungnahme verfassen“, berichtet der Bürgermeister. 

Sicherheit für Fußgänger und Autofahrer

Dass manche Autofahrer den Schritt zu einer festen Geschwindigkeitsüberwachung als Abzocke empfinden könnten, kann Lange nachvollziehen. Allerdings „steht dem finanziellen Ertrag ein erheblicher Arbeitsaufwand gegenüber“, sagt er. Und es gehe in erster Linie um die Sicherheit der Fußgänger und der Autofahrer.

Kaufen werde man den Blitzer nicht, denn die Kosten betragen inklusive Installation 250.000 Euro. Dazu kämen noch die regelmäßige Wartungen sowie Betriebs- und Softwareupdates. In Trendelburg schauen sich die Verantwortlichen deswegen das Modell der Stadt Vellmar genauer an. „Dort zahlt man nach Anzahl der Auslösungen“, erklärt Lange. Die Anlagen sind von einer Firma gemietet. Das sei ein gutes System und wäre somit kein Draufleger für die Kleinstadt.

Messung: Jedes sechste Auto zu schnell

Mit einem Seitenmessradar hat die Stadt Trendelburg Das Tempo der Autofahrer auf der B83 in Stammen kontrolliert. „Das hat uns sehr gut veranschaulicht, wie dort gefahren wird“, sagt Bürgermeister Martin Lange. Jedes sechste Auto sei so schnell gewesen, dass es mindestens 15 Euro kostete. Mit einem festen Blitzer erwartet er weniger Tempoverstöße: „Ist die Messanlage bekannt, dann löst die Anlage bei 0,5 bis 1 Prozent der Autos aus“, sagt Lange.

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