Bodenplatte fertig betoniert

Feuerwehrhaus in Trendelburg-Deisel: Bauarbeiten leicht in Verzug

Baustelle des künftigen Feuerwehrhauses in Trendelburg-Deisel, rechts Bürgermeister Martin Lange.
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Bauarbeiten: Am Freitag rollten die Betonmischer an die Baustelle des künftigen Feuerwehrhauses in Deisel an. Bürgermeister Martin Lange verschaffte sich einen Eindruck von den Arbeiten.

Auf der Baustelle des neuen Feuerwehrhauses in Deisel geht es voran: Am Freitag ist die Bodenplatte für das Gebäude fertig betoniert worden.

Trendelburg - Das bedeutet, dass nun auch die Aufbauarbeiten für das Millionenprojekt weitergehen können. Die Bauverzögerungen, die durch notwendig gewordene Nachbesserungsarbeiten am Schotterpolster entstanden waren, sind allerdings nicht ganz aufzuholen.

Etwa 14 Tage seien die Bauarbeiten in Verzug, sagte Bürgermeister Martin Lange in seiner Antwort auf eine Große Anfrage von SPD und CDU in der Sitzung der Stadtverordneten. Der Grund für die Nacharbeiten war, dass bei einem sogenannten Lastplattendruckversuch festgestellt worden war, dass die Planier- und Schotterarbeiten für die Bodenplatte nicht in allen Bereichen korrekt ausgeführt worden waren.

Die Baufirma hatte daraufhin die erforderliche Stärke und Festigkeit der Schotterdecke herstellen müssen. Der zweite Druckversuch sei dann erfolgreich gewesen, so Lange. Die Standsicherheit des Untergrundes sei nun gegeben. Der Bürgermeister wies ausdrücklich darauf hin, dass die Arbeiten auf der Baustelle seitens der Stadt beaufsichtigt werden. „Die Mitarbeiter des Bauamtes besuchen die Baustelle regelmäßig und der Bauleiter des Architekturbüros wurde dazu aufgefordert, die Baustelle noch engmaschiger zu besuchen.“ Es werde auch ein Baustellentagebuch geführt, das eine Fotodokumentation einschließe.

Am Freitagmittag war es der Bürgermeister selbst, der sich einen Eindruck von der Betonage der Bodenplatte verschaffte. Bereits einige Tage vorher hatte die Firma, die die Gebäudehülle aufstellt, ihr Material geliefert.

Die Aufstellung soll am 15. Juni beginnen. Durch die mangelhafte Leistung am Schotterbett wurden einige Arbeiten zwei Mal ausgeführt, wozu die Lastplattendruckversuche und die Vermessung der Bodenplatte zählen. Ob dadurch der Stadt Trendelburg ein finanzieller Schaden entstanden ist, sei noch nicht auszumachen. Möglicherweise könnten die Folgegewerke durch die Verzögerung Einlagerungskosten und Vorhaltungszeiten geltend machen.

Es werde geprüft, so Lange, wie hoch diese Ansprüche sein könnten und wer die Mehrkosten zu tragen habe. Für den Bau des neuen Deiseler Feuerwehrhauses sind 1,2 Millionen Euro im Haushalt eingestellt. Ursprünglich waren die Kosten mit 650 000 Euro veranschlagt worden. Der Bürgermeister hofft, „dass wir vielleicht doch noch knapp im sechsstelligen Bereich bleiben können“. Dabei zähle die Stadt auch auf die Eigenleistung der Feuerwehr. (Gerd Henke)

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