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Freibad in Trendelburg soll Anfang Juli öffnen: Neue Rutsche im Aufbau

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Millimeterarbeit: Kürzlich wurde die neue Rutsche im Trendelburger Freibad montiert. Mit dem Kran wurde das 3,8 Tonnen schwere Objekt verladen.
Millimeterarbeit: Kürzlich wurde die neue Rutsche im Trendelburger Freibad montiert. Mit dem Kran wurde das 3,8 Tonnen schwere Objekt verladen. © Hanna Maiterth

Die Sanierung des Freibades in Trendelburg steht kurz vor dem Abschluss. Die Stadt peilt Anfang Juli für die Wiedereröffnung an.

Trendelburg - Das teilte Bürgermeister Martin Lange jetzt in der Sitzung der Stadtverordneten mit. Technisch ist das Bad dann auf dem aktuellen Stand und kann außerdem mit einer neuen Attraktion aufwarten: einer drei Meter breiten und 7,8 Meter langen Rutsche.

Geliefert wurde diese in Einzelteilen. Vergangene Woche Donnerstag wurde die 3,8 Tonnen schwere Rutsche dann in Position gebracht und montiert. Neben der sperrigen Bahn hievte der Kran auch das Gerüst den Hang hinauf. Den gesamten Nachmittag dauerte der Zusammenbau. Nach fast drei Stunden stand das Gerüst. Dann folgte die Rutschfläche. „Die Montage ging bis 17 Uhr“, berichtete Bademeister Marcell Lückert. Am Freitag wurde außerdem das Geländer ausgerichtet und die Rutsche im Fundament verankert.

Eine Stippvisite ließen sich am Donnerstag die Magistrats- und SPD-Mitglieder Michael Görner und Jens Gobrecht nicht nehmen. „Wir haben im Dezember 2020 den Antrag für die Rutsche gestellt, um die Attraktivität des Freibades zu steigern“, erklärte Görner. Dass sie nun tatsächlich mit dem Kran ins Bad gehoben werde, sei ein Erfolg, den die beiden Männer nicht verpassen wollten. 2020 wurde im Parlament über den SPD-Vorschlag diskutiert, erinnern sie sich. Die Idee sei aber gut angekommen und so sei auch der Antrag durchgegangen.

„Die Trendelburger vermissen das Freibad schon“, erzählte der Bademeister am Donnerstag. Oft sei der 36-Jährige angesprochen und gefragt worden, wann das Bad endlich wieder öffne. Anfang Juli sieht Marcell Lückert nun als machbar an. Zumindest, wenn nichts Unerwartetes passiert. Seit knapp zweieinhalb Jahren hat das Freibad nun geschlossen. Zuletzt zogen in der Badesaison 2019 Besucher ihre Bahnen durch das kühle Nass.

Doch die Arbeiten waren dringend nötig. 47 Jahre hat das Freibad bereits auf dem Buckel. Deshalb musste es von Grund auf saniert werden. Einmal zum Kern und wieder zurück. Bei der Aufrüstung waren Sonderanfertigung nötig. „Jedes Rohr musste angepasst und dann geschweißt werden“, erklärte der Bademeister. Da sich die alten Überlaufrinnen um drei Zentimeter gesetzt hatten, mussten diese ebenfalls erneuert werden. „Bei Wasser sind drei Zentimeter eine Menge“, so der 36-Jährige. Fließen reparieren und neu verlegen stünde nun noch auf dem Plan.

„Es war keine Maßnahme am Reißbrett“, erklärte Lange mit Blick auf die Sanierung. „Auch wenn der Kostenrahmen voraussichtlich gehalten wird, waren während der Baumaßnahmen immer wieder verschiedene Anpassungen erforderlich.“ Nicht nur sei das Förderverfahren aufwendig gewesen, einige Inhalte des Förderbescheides hatten später nicht mehr gepasst. Das zog wiederum einen Änderungsantrag mit sich. „Förderbescheide sind ein zähes Geschäft.“ Doch nicht nur die Bürokratie sorgte für Verzögerung. Auch Materialien und Arbeitskräfte waren nicht immer verfügbar. Auf die Pumpe habe zum Beispiel gewartet werden müssen. „Derzeit laufen aber alle Arbeiten auf Hochtouren“, freut sich Martin Lange.

Noch hat sich der Bademeister kein Programm für die diesjährige Freibadsaison überlegt. „Es gab zu viele Unwägbarkeiten.“ Mit Sicherheit werde aber Schwimmunterricht stattfinden. „Die Liste mit Anmeldungen ist lang.“ Außerdem werde wie in der Vergangenheit noch die ein oder andere Aktion für den Abend geplant.

Die Stadtverordneten freuen sich ebenfalls auf das Ende der Sanierungen. Bettina Bönning von der FWG schlug eine Rabattaktion vor: „In der ersten Woche kostenlosen Einlass oder eine Vergünstigung.“ Der Bürgermeister schien einer besonderen Aktion nicht abgeneigt und versprach, es im Magistrat zu thematisieren. (Hanna Maiterth)

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