Fünf neue Windräder Anlagen entstehen bei Langenthal

Bekommen Gesellschaft: Die bestehenden Windenergieanlagen auf westfälischer Seite. Unser Bild zeigt im Vordergrund die Geflügelstallungen an der Kreisstraße nach Herstelle, die zum Hasselhof gehören. Die geplanten Windräder befinden sich zwischen dem Feld dahinter und den Anlagen bei Langenthal und Haarbrück. Foto: Löschner

Trendelburg/Bad Karlshafen. Fünf neue Windräder sollen in der Nähe von Langenthal entstehen.

Auf der Fläche des Hasselhof-Besitzers Hermann-Josef Kaiser wird die auch für Hofgeismar tätige Planungs- und Betreiberfirma wpd die Anlagen erstellen.

„Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr mit dem Bau beginnen können“, sagt wpd-Mitarbeiterin Lina Pockels. Gebaut werden sollen die Windräder im Anschluss an den auf Haarbrücker Seite stehenden Windpark - sozusagen als hessische Erweiterung der westfälischen Anlagen. Drei der Räder stehen auf dem Trendelburger Areal, zwei auf Bad Karlshafener.

Die Städte werden profitieren, wenn sich die Windräder voraussichtlich ein Jahr später drehen. 1,5 Prozent des Netto-stromerlöses sollen nach dem Willen Kaisers für soziale oder kulturelle Zwecke ausgegeben werden. Gegenüber wpd sei dies vertraglich geregelt, mit den beiden Städten wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet. In einem neudeutsch so genannten „Letter of Intent“ , der von Kaiser und Vertretern der Städte unterzeichnet wurde, heißt es, dass damit dokumentiert werden soll, dass allen daran gelegen sei, „die Pachteinnahmen zu einem erheblichen Anteil der Allgemeinheit für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen.“ „Fragen Sie nicht, warum ich das mache“, sagt Kaiser, der sich nicht zuletzt als Vorsitzender der Landgraf-Carl-Stiftung für Jugend, Kultur und Soziales einsetzt.

In beiden Städten befürwortet man das Projekt. Bad Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto: „Die Fläche ist im Flächennutzungsplan für Windkraft vorgesehen. Aus unserer Sicht gibt es keine Einwände.“ Warum auch: „Man sieht die Windräder weder von Helmarshausen aus noch von Karlshafen. Also stören sie auch nicht.“ Anders ist es in Trendelburg. Von Langenthal aus werden sie gut sichtbar sein, von der Kernstadt und Deisel aus vermutlich auch. Aber dort gebe es Zustimmung, sagt Bürgermeister Kai Georg Bachmann. Langenthal sei wohl der Ort, der am stärksten von den Windrädern betroffen sei. Aber selbst der Ortsbeirat habe grünes Licht gegeben. Die neuen Anlagen stünden mindestens 1500 Meter vom Ort entfernt. Zum Vergleich: Bei den älteren der schon stehenden sind es nur 400 Meter.

So ist derzeit kein lautstarker Protest gegen die Windräder zu vernehmen, wenngleich Gegner dieser Art der Energiegewinnung wie der Trendelburger Bernhard Sulk, ihre grundsätzliche Ablehnung kundtun: Tausende Kubikmeter Beton und hunderte Kilogramm Stahl würden im Erdreich vergraben. Die Entsorgung sei später nicht gewährleistet, auch wenn die Betreiber anderes versichern. Und: „Der Rotmilan fliegt auch bei uns.“ In den Rathäusern hofft man indes auf schnelle Genehmigung.

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