Eine Zufahrt für Dreharbeiten dicht, eine durch Sturm blockiert

Gesperrte Straßen: Friedrichsfeld war fast abgeschnitten

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Für fast drei Wochen gesperrt: Die Verbindung von Friedrichsfeld und Gottsbüren nach Hofgeismar. 

Friedrichsfeld / Stammen. Aus dem Trendelburger Stadtteil Friedrichsfeld mit dem Auto Richtung Kernstadt oder Hofgeismar und Kassel zu kommen, ist am Donnerstagabend nur findigen Autofahrern gelungen.

Auch der Verkehr aus dem Wesertal über Gottsbüren nach Hofgeismar war eingeschränkt.

Nach einem eng begrenzten Sturm, der laut Zeugen fast einer kleinen Windhose glich, stürzte gegen 17 Uhr eine Eiche auf die Landesstraße 763 und blockierte diese Verbindung von Trendelburg nach Friedrichsfeld. Am anderen Ortsausgang ist die K 58 zwischen Gottsbüren und Beberbeck und damit in Richtung Hofgeismar seit zwei Wochen für Dreharbeiten für einen weiteren Spielfilm der „Ostwind“-Reihe voll gesperrt.

Eine Alternativstrecke über den Weiler Saures Tal war zeitweise nicht passierbar, weil der Sturm ein Dach eines Bauernhofgebäudes komplett abgerissen und teilweise auf die Straße geschleudert hatte.

Wer weitere Umwege über Sababurg beziehungsweise Gottsbüren und Helmarshausen vermeiden wollte, nutzte deshalb die einzig verbliebene Möglichkeit und fuhr über Wirtschaftswege durch die Weiler Friedrichsfeld-Süd und Exen. Das gelang aber auch nicht allen, weil laut Anwohnern in Friedrichsfeld zunächst kein Hinweis auf die Umleitung existierte und in Trendelburg zwar eine Vollsperrung in Höhe der Abgunst stand, aber kein Hinweis auf die von hier erreichbare Abkürzung über Exen. Manche Autofahrer nutzten die Route über die Stammer Höhe, die es beinahe auch nicht gegeben hätte. Nach Worten von Anwohnern wurde zunächst überlegt, sie zu sperren, da die Seitenstreifen im Begegnungsverkehr schon sehr kaputt gefahren wurden. In diesem Bereich kam es auch zu einem Unfall.

Blockiert: Bis Donnerstagnachmittag war die Landesstraße an den sogenannten Wolkenbrüchen bei Friedrichsfeld blockiert. 

Die umgestürzte 2,50-Meter-Eiche konnte von der Feuerwehr nicht beseitigt werden, weil sie zu massiv war und unter Spannung stand. Deshalb blieb die L 763 bis Freitagnachmittag gesperrt, bis der Baum von der Straßenmeisterei zerlegt und abtransportiert war. „Das war ein Ausnahmezustand. Es blieben uns kaum Möglichkeiten, den Verkehr anders zu leiten“, sagte dazu Bürgermeister Martin Lange auf Anfrage.

Auf mindestens zwei Höfen im Sauren Tal entstanden durch den Sturm teilweise gravierende Schäden an Gebäuden und Bäumen. Ein Dach wurde komplett aus der Verankerung gerissen, ein Balken fiel auf ein Auto, Wasser drang ins Haus. „Man konnte im Hagel keine 20 Meter weit sehen“, schilderte beispielsweise Arno Mertens.

Die K 58-Sperrung für die Filmdreharbeiten dauert noch bis zum 17. August.

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