Mobilfunk-Ausfall

Gottsbüren zwei Wochen lang ohne O2-Netz

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Folge des Mobilfunkausfalls: Wasserwerker Oliver Gerke musste in den vergangenen zwei Wochen die Wassergewinnungsanlagen täglich mindestens zweimal in Augenschein nehmen.

Gottsbüren. Mobilfunk ist im Trendelburger Ortsteil Gottsbüren offenbar nicht durchweg störungsfrei zu betreiben.

Fiel Anfang des vergangenen Jahres das Vodafone-Netz komplett aus, so war es in den zurückliegenden fast zwei Wochen das Netz von O2. 

Gottsbürener, die O2-Kunden sind, hatten erst wieder außerhalb ihres Wohnortes Netzzugang.

Betroffen von dem Ausfall war auch die Stadt Trendelburg mit ihren Anlagen zur Wasserversorgung. Normalerweise werden die Daten der elektronischen Überwachung der Tiefbrunnen und des Hochbehälters per Mobilfunk automatisch an das Wasserwerk in Deisel übermittelt. Auch Störungsmeldungen werden auf diese Weise übertragen. Doch durch den Ausfall des O2-Netzes „liefen bei uns keine Daten mehr auf“, sagt Wasserwerker Oliver Gerke. Daher mussten Gerke und sein Kollege Bernhard Dierkes täglich mindestens zweimal nach Gottsbüren fahren, um die Anlagen vor Ort zu kontrollieren.

An den Gottsbürener Brunnen hängt die Wasserversorgung der ganzen Stadt und auch von Borgentreich. „Wenn bei uns eine Pumpe ausfällt und kein Alarm gegeben wird, dann kann innerhalb von ein paar Stunden der Hochbehälter leer laufen und die Wasserversorgung abbrechen“, schildert Gerke die Notwendigkeit durchgehender Kontrolle und Überwachung der Anlagen.

Es ist das zweite Mal, dass die Trendelburger Wasserwerke von einem Mobilfunkausfall betroffen sind. Waren sie bis 2016 noch im Netz von Vodafone, wechselte der Betrieb nach dem vierwöchigen Ausfall im Januar/Februar zum Anbieter O2. Dass auch dieses Unternehmen Netzprobleme in Gottsbüren bekommen würde, ahnte da noch niemand.

Bürgermeister Kai Georg Bachmann findet es misslich, dass in solchen Fällen die Kunden nicht informiert werden. „Wenn ein solch wesentlicher Teil der Infrastruktur nicht funktioniert, dann sollte doch wenigstens die Kommune informiert werden“, sagt Bachmann. Das sei leider hier nicht der Fall gewesen.

Laut Jörg Borm, Pressesprecher von Telefonica Deutschland, zu der O2 gehört, läuft das Mobilfunknetz in Gottsbüren seit Mittwoch „wieder einwandfrei“. Ursache für die Beeinträchtigung sei ein Fehler in der Richtfunkverbindung gewesen. Diese sorge für die Verbindung der Anlage in Gottsbüren mit der nächsten Vermittlungsstelle.

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