Sprengkörper lagen auf Grundstück einer Firma

29 Weltkriegs-Granaten bei Bauarbeiten in Trendelburg gefunden

Trendelburg. 29 Weltkriegs-Granaten sind auf einem Firmengelände bei Trendelburg gefunden worden. Zunächst war von acht Granaten die Rede gewesen.

Ein Baggerfahrer hat am Freitagmorgen in Trendelburg bei Arbeiten für einen neuen Parkplatz Flak-Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Das Grundstück wurde wegen Explosionsgefahr sofort abgesperrt. Eine Kampfmittelräumfirma begann mit der Sicherung und dem Abtransport der Geschosse. Unklar ist, wieviel weitere Sprengkörper sich noch auf dem Gelände befinden.

Bei den Sprengkörpern handelt es sich um Munition für Flugabwehrkanonen, kurz Flak genannt. Nachdem zunächst nur eine Handvoll entdeckt wurde, erhöhte sich die Zahl der im Erdreich gefundenen Granaten bis zum frühen Nachmittag auf insgesamt 29 Stück. Sie haben das Kaliber (Durchmessser) 7,5 Zentimeter und wurden von der alarmierten Kampfmittelräumfirma trotz ihres Alters als immer noch extrem gefährlich eingestuft.

Aktualisiert um 17.35 Uhr

Gefunden wurden die Granaten gegen 8.20 Uhr von dem Inhaber eines Baggerunternehmens, Felix Mohr (22), und dem Inhaber eines angrenzenden Getränkehandels, Frank Baumann. Dieser lässt auf dem hinzugekauften Gartengrundstück eine neue Abstellfläche anlegen. Dazu wurde der Boden 50 Zentimeter tief ausgebaggert, wobei die Granaten zutage kamen.

 „Wir haben großes Glück gehabt“, sagte Robert Mohr, der seinen Sohn beim Einmessen der Baustelle unterstützte. Da die Granaten teilweise Zündvorrichtungen sowohl am Kopf als auch am Boden haben, hätte eine Berührung mit der Baggerschaufel gereicht, sie zu zünden. Ihre Splitter können 400 bis 500 Meter weit fliegen und auch auf diese Entfernung noch tödliche Verletzungen auslösen. Auch die Bodendeponie bei Deisel wurde wegen möglicher Gefährdung gesperrt.

Rubriklistenbild: © Thiele

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