Acht Ferkel geboren

Niedlicher Nachwuchs in Trendelburg: Hängebauchschwein Benny ist nun Papa geworden

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Bennys Ferkel suchen ein Zuhause: Mit Schweinedame Hermine (links im Bild mit einem Teil des Nachwuchses) hat Benny insgesamt acht Ferkel gezeugt.

Hängebauchschwein Benny wurde in Trendelburg bei Kassel ausgesetzt und dann gerettet. Dadurch bekam er neue Schweine-Freunde und ist nun noch Papa von acht Ferkeln geworden. 

  • Hängebauchschwein Benny ist Papa geworden
  • Minischweinchen Hermine bekam acht Ferkel
  • Besitzer Uwe Schrage sucht für die acht Ferkel neue Besitzer

Nicht nur im Leben von Hängebauchschweinchen Benny geht es rund, auch Straußenfarmer Uwe Schrage aus Trendelburg bei Kassel hat dank seines Findlings nun einiges um die Ohren. Ging es im November mit nur einem Schwein los, so wurden daraus inzwischen elf – wie das passieren konnte, erzählte der Landwirt aus Wülmersen unserer Zeitung.

„Als meine Frau und ich Benny aufnahmen, war uns sofort klar, dass er nicht allein bleiben kann“, berichtet der 56-Jährige. Dank der HNA-Berichterstattung wurden in nur wenigen Tagen zwei passende Artgenossen für ihn gefunden und zwar Hermine und Ron, zwei Minischweinchen, die aus einer nicht artgerechten Haltung in Schauenburg kamen.

Hängebauchschwein Benny aus Trendelburg bei Kassel doch nicht kastriert

„Als unser Benny, der seitdem ja nun eigentlich Harry heißt, die Schweinedame kennenlernte, war er schon sehr interessiert an der neuen Frau im Stall“, erinnert sich Schrage, der damals noch davon ausgegangen war, dass das Eberchen kastriert sei, somit seinen Liebesbekundungen keine größere Aufmerksamkeit schenkte. Dass diese Annahme ein Trugschluss war, das schwarze Hängebauchschwein also durchaus noch Nachkommen zeugen konnte, wurde erst beim nächsten Besuch des Tierarztes klar.

Liebespaar: Minischwein Hermine (links) und Hängebauchschwein Benny haben sich von Anfang an gut verstanden. Offenbar so gut, dass die beiden nun Eltern wurden.

Eigentlich sollte er da nur Ron entmannen, doch als er einen näheren Blick auf Benny warf, stellte er fest, dass bei ihm die Hoden nach innen gewachsen waren. Also Bauchschnitt und raus damit, schließlich waren Ferkel nicht gewünscht. Hatte der Landwirt aus dem Landkreis Kassel bis dahin geglaubt, in puncto Nachwuchs noch mal Schwein gehabt zu haben, so wurde er bald eines Besseren belehrt: „Denn je weiter die Zeit in Richtung Weihnachten rückte, umso dicker wurde Hermines Bauch und spätestens jetzt schwante mir was“.

Papa von acht kleinen Ferkeln

Dass er damit goldrichtig lag, zeigte sich Mitte Februar, als acht Ferkelchen das Licht der Welt in Trendelburg bei Kassel erblickten. Zwei helle und sechs dunkle grunzen dort nun um die Wette, bilden mit den drei Alten nun eine elfköpfige Rotte.

„Das sind nun wirklich zu viele für mich, weshalb ich dringend ein neues Zuhause für die kleinen Wutzen suche.“ Geld wolle er für sie nicht nehmen, allerdings müsse man mindestens zwei nehmen und über einen Auslauf plus Stall verfügen.

War wohl unschuldig: Eberchen Ron ist höchstwahrscheinlich nicht der Papa, meint Herrchen Uwe Schrage.

Doch was macht Schrage eigentlich so sicher, dass sein tierisches Findelkind der Papa der Ferkel ist? „Ich war gerade in der Anfangszeit oft stundenlang bei den Schweinen, habe sie im Auge behalten und dabei ist mir auch Bennys große Zuneigung für Hermine nicht entgangen.“ Sowieso sei er der Chef im Ring und Ron stets einen Schritt voraus. Da Minischweinchen drei Monate, drei Wochen und drei Tage tragen, wäre es auch vom Zeitraum her passend.

Hundertprozentige Sicherheit, dass das Hängebauchschweinchen der Erzeuger ist, kann der Wülmerser natürlich nicht geben, aber „die Wahrscheinlichkeit ist schon hoch.“

Info: Wer zwei oder auch alle acht Ferkel aufnehmen möchte, darf sich gerne bei Uwe Schrage melden. Auch Spenden für Futter und Tierarztkosten sind willkommen.

Von Tanja Temme

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