Kampf gegen Leerstand

Initiative Dorfschatz Gottsbüren: Erhalt von Fachwerkhaus ist das Ziel

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Die Häuserretter: Die Initiative Dorfschatz in Gottsbüren kümmert sich seit sechs Jahren um die Vermittlung von leerstehenden alten Häusern im Ort. Dazu gehören Matthias und Elke Schulten, Mira Hennecke (hier mit Sohn Bela), Simon Weigel, Andreas Hennecke, Sarah Kroheck und Karoline Kronenberg (von links).

Fast 15 leerstehende Häuser gibt es in Gottsbüren – Gebäude, von denen die meisten bewohnbar, allerdings auf dem besten Weg zur Bauruine sind. Nun droht ein weiteres hinzuzukommen.

Bei dem Haus handelt es sich um das Objekt im Ortskern, der sogenannte alte Bockstall, welcher Ende Oktober ausbrannte: Ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert. Nun wollen sich die Eigentümer von ihrem Haus trennen. Doch neue Besitzer hätten einiges zu investieren.

Mira Hennecke kümmert sich mit der Initiative Dorfschatz um die Vermittlung leerstehender Häuser im Ort. Vor sechs Jahren haben engagierte Bürger die Gruppe gegründet, um die alten Schätzchen, die Dorfschätze eben, an Liebhaber solcher Häuser zu vermitteln. Tatsächlich haben durch die Initiative schon einige ein neues Heim in Gottsbüren gefunden. Menschen, die um die Vorteile vom Leben in Eichenbalken und Lehmputz wissen.

Das ausgebrannte Fachwerkhaus ist ein typisches Längsdielenhaus. Zuletzt wurde es von Familie Skrypczak bewohnt, die sich nun von dem Haus trennen möchte. Hatte nach dem Feuer kaum jemand Hoffnung, dass das historische Gebäude noch zu retten ist, so ist der Denkmalbeirat des Landkreises zuversichtlich. Ein paar Balken müssten im Dach eingezogen werden, und dann könne es neu eingedeckt werden. Grundsätzlich sei das Tragwerk nicht beschädigt, was für einen Erhalt spreche. 

Zügiges Handeln notwendig

Weil eindringende Feuchtigkeit und drohender Frost sich zerstörerisch auf die Bausubstanz auswirken, muss zügig gehandelt werden. „Wenn jemand das Haus wieder herrichten möchte, sind wir auch bereit zu unterstützen“, erklärte Hennecke. Wie das genau aussehen könnte, hänge von den Vorhaben des jeweiligen Eigentümers ab. So könne man etwa versuchen, günstig an ein Baugerüst zu kommen. Natürlich könnte das Dach auch erstmal mit einer Plane abgedeckt werden, doch die ist ebenfalls nicht günstig und nur begrenzte Zeit haltbar.

Für Interessenten: Sanierung wird gefördert

Wer sich für das Haus interessiert, kann sich unverbindlich bei Mira Hennecke melden. Da es sich um ein denkmalgeschützes Objekt handelt, würde die Sanierung auch gefördert. Das Haus liegt etwas versteckt in der Straße Am Berg, ein kleiner Garten gehört dazu.

Kontakt: Mira Hennecke, Telefon: 0172/6022026.

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