Viele Herausforderungen warten

Jahresausblick Trendelburg: Bauarbeiten stehen in diesem Jahr auf dem Plan

+
Eines der Großprojekte: Das Freibad in Trendelburg muss, besonders was die Technik angeht, dringend instand gesetzt werden. 

Der Jahresbeginn bietet Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen: Welche  Aufgaben stehen in den Kommunen in den nächsten zwölf Monaten an? Heute geht es um Trendelburg.

Viel steht in diesem Jahr in Trendelburg an. Vor allem die Sanierung des Freibads ist eines der Großprojekte, die die Stadt anstoßen will. Zudem soll endlich der Bau des Feuerwehrgerätehauses in Deisel starten.

Blitzer

In der zweiten Jahreshälfte soll in Stammen an der B83 ein fester Blitzer installiert werden – das hofft zumindest Bürgermeister Martin Lange. Damit ist Trendelburg im Kreisteil Hofgeismar Vorreiter, denn die Messanlage wird dort die Erste sein (wir berichteten).

Geklärt werden muss nun noch, ob der Blitzer gemietet oder ein Modell gewählt wird, bei dem man nach Auslösung zahlt.

Dass die feste Geschwindigkeitsüberwachung mehr als notwendig ist, hat eine Messung in Stammen gezeigt: Jedes sechste Auto sei laut Lange so schnell unterwegs gewesen, dass die Fahrer mindestens 15 Euro zahlen mussten.

Feuerwehrgerätehaus

Dieses Jahr hat Trendelburg, wie Bürgermeister Martin Lange sagt, „richtig viele Projekte vor der Brust“. Schon eine gefühlte Ewigkeit wartete man auf die Baugenehmigung für das Feuerwehrgerätehaus in Deisel. Die ist nun endlich erteilt worden.

„Das hat mit viel Anlauf begonnen und wird jetzt starten“, so Lange. Den Bauantrag hatte die Stadt schon Ende August des vergangenen Jahres gestellt. Dass endlich mit dem Bau losgelegt werden kann, ist wichtig, denn die Förderungen laufen aus, wenn nicht bis zum 30. Juni angefangen wird.

„Das Feuerwehrhaus ist eine große Unternehmung, die viele Kapazitäten bindet“, betont Lange.

Historische Stadtmauer

2018 wurde der erste Bauabschnitt an der Trendelburger Stadtmauer abgeschlossen. Der Zweite soll in diesem Jahr zeitnah beginnen. „Wenn wir eine Einzelgenehmigung erhalten, dass wir Bauarbeiten angehen dürfen, obwohl der Haushalt noch nicht genehmigt ist, wäre das super“, hofft Lange.

An der historischen Stadtmauer soll die Sanierung fortgesetzt werden. 

Freibad

Das Freibad soll das nächste Großprojekt werden. In der Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Dezember hatten die Mitglieder in den Haushalt 2019 eine Summe von 774.000 Euro rückwirkend aufgenommen – für das Schwimmbad. „Wir haben Aussicht auf eine Förderung in Höhe von 571.000 Euro. Der kommunale Eigenanteil liegt bei 203.000 Euro, den wir sozusagen über ein Darlehen finanzieren“, sagt Lange dazu.

Das koste die Stadt rund 10.000 Euro zusätzlich im Jahr. Man habe aber, und das sei vorsichtig geschätzt, jedes Jahr mindestens 5000 Euro energetische Einsparung durch die Sanierung.

Zwei große Baustellen hat das Freibad. Dazu zählt das Becken, das in einen Hang gebaut wurde. „Im Laufe der Jahre ist es in Schräglage geraten“, erklärt der Bürgermeister. Das Wasser läuft nun, wenn es frisch aufbereitet durch Düsen eingeführt wird, nur über eine Beckenseite drüber.

Würde der Bademeister dies nicht manuell nachsteuern, würde dies zum Problem werden. „Das Gesundheitsamt hat uns gesagt, dass wir das so nicht weitermachen dürfen“, sagt Lange. Eine vollautomatische Regeltechnik soll unter anderem eingebaut werden. Wann soll der Umbau stattfinden? „Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass wir die Jahresabschlüsse 2017 und 2018 im März einreichen. Und dass wir dann die Genehmigung für den Haushalt 2019 bekommen“, so Lange. Dann könne man endlich mit der Sanierung loslegen.

Die Zeit bis dahin werde genutzt, um Ausschreibungen vorzubereiten. Der Bau soll außerhalb der Freibadsaison stattfinden, ist aber keine Garantie. Sollten die Firmen aber nur in der Freibadsaison Zeit haben, müsse das Bad eine Zeit lang schließen.

Diemel-Radweg

„Er befindet sich in einem desolaten Zustand.“ So beschreibt Lange die Beschaffenheit des Diemel-Radwegs. Das sei zwar eher hauptsächlich ein Projekt des Landkreises, aber die Stadt profitiere davon, zusammen mit Bad Karlshafen.

„Der erste Bauabschnitt für die Sanierung startet in diesem Jahr“, sagt Lange. Die Arbeiten sollen 2023 abgeschlossen sein. Zudem soll es eine gemeinsame Raststätte, auch „Flussbegegnungspunkt“ genannt, geben. Kanuten und Radfahrer können diese dann nutzen.

Sanierungsbedarf besteht für den Diemelradweg, der saniert und durch den Bau einer Raststätte am Fluss aufgewertet werden soll. 

Glasfaser

Trendelburg, Stammen, Friedrichsfeld und Deisel haben schon Glasfaser bis zum Kasten. Langfristig soll dort die Leitung bis ins Haus gehen. Das kann aber nicht von heute auf morgen passieren. „Das ist aber nicht schlimm, weil die Ortsteile aktuell nicht unterversorgt sind“, so Lange.

In Sielen und Eberschütz war der Spatenstich für Glasfaser Ende des vergangenen Jahres. Das schnelle Netz bis ins Haus soll es auch in Gottsbüren, Langenthal und Wüllmersen geben.

„Wir kämpfen dafür, dass das nicht mehr so lang dauert. Aber in 2020 wird das nicht mehr passieren. Das scheitert an den Tiefbau-Kapazitäten“, sagt der Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.