Bau geht erst 2019 weiter

Kostensteigerung: Trendelburg hebt Ausschreibung für Straße Am Hassel auf

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Der untere Teil der Straße Am Hassel in Trendelburg muss bis nächstes Jahr auf die Sanierung warten. Derzeit wird nur auf einem kurzen Teilabschnitt der Regenwasserkanal repariert.

Trendelburg. Eine neue Asphaltdecke, rotgeklinkerte Bürgersteige und unter der Fahrbahn neue Kanalrohre, Wasserleitungen und Breitbandkabel.

Die Straße Am Hassel in Trendelburg macht einen frischen, herausgeputzten Eindruck – bislang aber nur in ihrem oberen Abschnitt. Das untere Ende wartet weiter auf grundlegende Erneuerung.

Eigentlich sollten die Arbeiten gleich im Anschluss an die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes fortgesetzt werden. Doch daraus wird nichts. Der Magistrat hat die Ausschreibung, die für den zweiten Bauabschnitt vorschriftsmäßig erfolgt war, aufgehoben. Der Grund: Die Ergebnisse der Ausschreibung haben in allen vier Gewerken – Wasserleitungen, Kanal, Breitband und Straßenbau – deutlich über der Kostenschätzung gelegen.

Im städtischen Haushalt waren rund 775 000 Euro für die Straßenerneuerung eingeplant. Doch das Ausschreibungsergebnis lag mit über 160 000 Euro weit darüber. „Diese Steigerung können wir derzeit im Haushalt nicht darstellen“, sagt Bürgermeister Martin Lange. Dabei denkt er auch an die Anlieger, die sich an den Kosten satzungsgemäß beteiligen müssen.

Neue Asphaltdecke und rotgepflasterte Bürgersteige: Der obere Teil des Hassels ist seit kurzem fertiggestellt.

Das Ausschreibungsergebnis spiegelt die derzeitige Lage in der Baubranche wider: Die große Nachfrage hat einerseits die Preise stark steigen lassen und andererseits die Betriebe bis an die Kapazitätsgrenze geführt. Für das Trendelburger Projekt hatte am Ende nur noch ein Unternehmen ein Angebot abgegeben.

Das beauftragte Ingenieurbüro hatte für die Ausschreibung eine aktualisierte Kostenschätzung vorgelegt und dabei die bis dahin ortsüblichen Preise ermittelt. Da jedoch eine Finanzierung der erheblichen Mehrkosten über den Haushalt nicht möglich ist, hat der Magistrat kürzlich die Aufhebung der Ausschreibung beschlossen.

Nun werde man den zweiten Bauabschnitt für das Haushaltsjahr 2019 erneut einplanen, sagt Bürgermeister Lange. Dann werde man allerdings nur noch beschränkt ausschreiben und interessierte Betriebe direkt ansprechen. Lange geht davon aus, dass sich damit die Kosten im Rahmen halten lassen. „Die Verschiebung ins nächste Jahr könnte dann auch für die Anlieger von Vorteil sein“, so der Bürgermeister.

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