Spende aus Nachlass erweitert Bibliothek

Mehr Bücher für Trendelburgs Märchenlandstube

Dieter Uffelmann als Touristenführer und Werbegestalt Ritter Dietrich, Bürgermeister Martin Lange, Ex-Buchhändlerin Renate Paetzmann und der für Tourismus zuständige Hauptamtsleiter Manuel Zeich.
+
Prüften gestern die Bücherlieferung (von links): Dieter Uffelmann als Touristenführer und Werbegestalt Ritter Dietrich, Bürgermeister Martin Lange, Ex-Buchhändlerin Renate Paetzmann und der für Tourismus zuständige Hauptamtsleiter Manuel Zeich.

In der Touristen-Anlaufstelle in der Märchenlandstube Reinhardswald in Trendelburg gab es Nachschub für die Sagen- und Märchenbuchsammlung.

Aus einem Nachlass trafen 120 Bücher ein, die ein breites Themen-und Zeitspektrum abdecken und demnächst interessierten Besuchern zum Lesen zur Verfügung stehen sollen. Vor vier Jahren hatte der aus Hofgeismar stammende Märchensammler und -autor Eberhard Michael Iba der Stadt Trendelburg den Schreibtisch und Schrank sowie die 300 Bände umfassende Büchersammlung seines Vaters Walter Iba überlassen. Die frühere Buchhändlerin Renate Paetzmann katalogisierte den Bestand und wird auch die Neuzugänge sichten.

Weitgereiste Sammlerin

Iba vermittelte diese weiteren Bücher nach Trendelburg, nachdem Dr. Ulrich Watrinet aus Rheinbach (bei Bonn) diesen Nachlass seiner Tante einem Märchenmuseum angeboten hatte, dieses aber wegen vieler Dubletten ablehnen musste. Die mit 98 Jahren gestorbene Gertrud Watrinet hatte schon in den 1950er Jahren viele Länder bereist, sich für Folklore begeistert und Geschichten gesammelt. „Jedes Buch ist ein Schatz“, meinte Renate Paetzmann zu den Sagen, Volks- und Kunstmärchen sowie Geschichten aus der ganzen Welt. Sie ist in der Saison bis Ende September samstags und sonntags von 11 bis 15 Uhr in der Märchenlandstube Am Brunnen 6. Dort erscheinen oft Besucher der Burg, die die Möglichkeit schätzen, nicht per Internet und Telefon, sondern analog von einem Menschen Auskunft zu erhalten.

Suche nach Regal

Die neuen Bücher können begutachtet werden, sobald sie erfasst sind und ein passendes Regal gefunden wurde, das sich am Stil der übrigen Möbel orientiert.

Zudem soll im kommenden Jahr das Gebäude mit dem jüdischen Ritualbad (Mikwe) im Keller saniert werden, weil (offenbar verursacht durch Straßenbauarbeiten) Feuchtigkeit ins Gebäude eindringt, teilt Bürgermeister Martin Lange mit. Dies werde in Trendelburg das letzte Projekt der IKEK-Dorferneuerung sein. (Thomas Thiele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.