Ausbau fast abgeschlossen

Mit dem Rad von Hofgeismar nach Bad Karlshafen

Acht Männer stehen auf dem Radweg R4 bei Wülmersen.
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Sie begutachten bei Wülmersen den Radwegausbau: von links Vizelandrat Andreas Siebert, Georg Grodde (Hesse & Partner/verantwortlicher Planer), Karsten Krohne (Regionalentwicklung Landkreis), Michael Görner (Erster Stadtrat Trendelburg), Marcus Dittrich (Bürgermeister Bad Karlshafen), Manuel Tripp (Gesellschaft für Verkehrswegebau mbH Warburg), Peter Nissen (Regionalentwicklung Landkreis) und Gerhard Stenda (Magistrat Trendelburg).

Der Ausbau des Diemelradweges ist wichtig für die Region. Die Route benutzen nicht nur Freizeitradler, sondern auch Pendler.

Wülmersen – „Es muss nicht immer alles asphaltiert werden, aber dies hier ist ein besonderer Radweg.“ Als Vizelandrat Andreas Siebert jetzt beim Ortstermin am Diemelradweg/R4 in Wülmersen die Bedeutung der Strecke erläutert, wird er alle zwei Sätze unterbrochen, weil die Vertreter von Landkreis, Kommunen und Baufirmen Platz machen müssen – für den Radverkehr.

Die Zahl der Radfahrer, die an diesem Tag zum Wochenanfang um die Mittagszeit hier unterwegs ist, spricht schon für sich: Die Route zwischen Hofgeismar beziehungsweise dem Diemeltal und Bad Karlshafen wird immer beliebter.

Fünfter Stern angestrebt

Dass der Diemelradweg den fünften Stern anstrebt und deshalb in den Belag und die Sicherheit investiert werden müsse, sei ein Argument für die Maßnahme, sagte Siebert. Neben dem touristischen Radverkehr werde die Route aber auch für Pendler attraktiver, der Ausbau sei eine wichtige Kreisentwicklungsmaßnahme.

Apropos Investition: Der Ausbau des Weges kostet zwei Millionen Euro, davon kommen 1,3 Millionen vom Land Hessen, der Rest vom Landkreis Kassel. „Das Budget können wir nach jetzigem Stand auch einhalten“, ergänzte Siebert.

Restarbeiten fehlen

Bisher wurde der Abschnitt des R4 zwischen Hümme und Stammen ausgebaut, einen Asphaltbelag bekam auch der Abschnitt Trendelburg-Deisel-Wülmersen. Es fehlen noch Restarbeiten wie neue Brückengeländer. Zwischen Wülmersen und Helmarshausen mussten erst noch Forstarbeiten abgewartet werden. Dort wird der Ausbau jetzt fortgesetzt.

Durchgängig befahrbar ist die Strecke trotzdem schon, da unterhalb der ehemaligen Bahntrasse noch ein Wirtschaftsweg verläuft, den Radler nutzen können.

Bis Mitte Juli soll dann auch das letzte Teilstück, der „Sonnenweg“ zwischen Helmarshausen und Bad Karlshafen fertiggestellt sein, die Umleitung soll dann den Radweg an der Bundesstraße 80 zwischen den Ortsteilen nutzen. Bad Karlshafens Bürgermeister Marcus Dittrich und Trendelburgs Erster Stadtrat Michael Görner bestätigten den Erfolg und die Bedeutung der Radroute für den Tourismus und Gastronomie in ihren Kommunen. (Markus Löschner)

R4 ist 415 Kilometer lang

Der 110 Kilometer lange Diemelradweg von der Quelle in Willingen-Usseln bis nach Bad Karlshafen hat in den vergangenen drei Jahren einen großen Zulauf von Reiseradlern erlebt. In unsere Region kommt er von Warburg über die Landesgrenze nach Liebenau und führt weiter nach Trendelburg. Der Hessische Radfernweg R4 durchquert auf 415 Kilometern das gesamte Bundesland vom Neckar bis an die Weser. Von Wolfhagen kommt er über Zierenberg nach Hofgeismar. Ab dem Trendelburger Ortsteil Stammen haben beide Routen bis Bad Karlshafen die gleiche Streckenführung.

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