Planieren und Bauen für die Wehr

Mit viel Eigenleistung entsteht in Deisel ein Feuerwehrhaus

Freuen sich auf das neue Feuerwehrhaus: Frank Kriska (von links), Gerald Hillebrand, Bernd Schröder, Ortsvorsteher Ralf Heere und Bürgermeister Martin Lange.
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Freuen sich auf das neue Feuerwehrhaus: Frank Kriska (von links), Gerald Hillebrand, Bernd Schröder, Ortsvorsteher Ralf Heere und Bürgermeister Martin Lange.

Es hat lang gedauert, aber nun ist es soweit: In Deisel entsteht an der Straße Zum Ohmsberg ein neues Feuerwehrhaus. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

Deisel - Das betonte auch Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange vor Ort. „Es hat mehrere Anläufe gebraucht. Jetzt geht es los und darüber freue ich mich riesig“, sagte er.

Es habe viele Gedankenspiele gegeben, bis man sich für einen Neubau entschieden habe. Eines davon sei gewesen, das alte Haus, das sich am Lindenweg befindet, zu ertüchtigen. Doch 2015 sei man dann zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Bau wirtschaftlicher sei. Zuerst sollte der oberhalb des Deiseler Friedhofs entstehen. Doch da wären laut Bürgermeister Lange schon die Erdarbeiten sehr teuer gewesen.

So soll es aussehen: Das Feuerwehrgerätehaus hat zwei große Garagen und einen Sozialtrakt für die Helfer.

Der Neubau sei notwendig, weil in dem alten Gebäude einiges kaputt beziehungsweise nicht mehr angemessen sei. „Die Umkleiden für die Frauen sowie die Toilettenanlagen und Duschen sind nicht mehr zeitgemäß. Es ist wichtig, dass alles auf Vordermann ist für diejenigen, die für uns in den Einsatz gehen“, betont Lange.

Für die Gebäudehülle des Fertighauses zeichnet die Firma Sander aus Hofgeismar verantwortlich. „Die Vormontage wird in deren Halle stattfinden. Das wird ungefähr zehn Tage dauern“, erklärte Lange. In der 16. Kalenderwoche, also zwischen dem 19. und 25. April, soll gerichtet werden. Danach beginne dann die Eigenleistung. Das bedeute viel Arbeit für die Feuerwehrleute und ihre Helfer. Innenwände isolieren, Fliesen, Malerarbeiten und das Einrichten der Küche sind nur einige der Dinge, die getan werden müssen. In Trendelburg rechnet man damit, dass es Ende 2021 fertiggestellt ist. Das alte Feuerwehrgerätehaus soll laut Lange verkauft werden. Interessenten gibt es für das alte Gebäude schon, sagte er.

2 Stellplätze wird es für den Mannschaftstransportwagen und das Löschgruppenfahrzeug geben. Die Grundfläche der Fahrzeughalle mit Werkstatt, Büro und Tech-nikraum, inklusive der Stellplätze, wird 215 Quadratmeter betragen. Für den Fall der Fälle kann sogar noch eine weitere Garage angebaut werden.

5 Jahre ist es her, dass die Stadt einen Förderantrag gestellt hat. 2017 gab es vom Land Hessen einen Förderbescheid über 201.600 Euro.

32 Feuerwehrfrauen und Männer haben in dem Feuerwehrhaus Platz. Es wird getrennte Umkleiden sowie Wasch- und Duschmöglichkeiten geben.

245 Quadratmeter soll die Größe des Sozialtraktes betragen. Neben den gerade genannten Räumen soll dieser eine Teeküche und einen Multifunktionsschulungsraum erhalten.

1.100.000 Euro Gesamtkosten sollen unterschritten werden. Die Feuerwehr Deisel wird 100.000 Euro in Form von Eigenleistung beitragen. (Nela Müller)

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