Monika Steiner sorgt für Mobilität

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Monika Steiner liebt es, den Bürgerbus über die Dörfer zu steuern. Unterwegs hält sie gern mit den Fahrgästen ein Schwätzchen. 

Als das Projekt Bürgerbus 2016 in Trendelburg startete, war Monika Steiner als eine der ersten mit dabei. Sie stand von Anfang an hinter der Idee, auf dem „platten Land“ mobil sein zu können, unabhängig vom Alter und der persönlichen Situation.

Und dass für den moderaten Preis von einem Euro pro Fahrt. Ihre Devise ist, „dass das Angebot, solange läuft bis ich es selber brauche“ Sie fährt einmal die Woche, donnerstags im Wechsel mit einer anderen Trendelburgerin.

Die 68-jährige Deiselerin schätzt es, Kontakt zu den Bewohnern im Umfeld zu haben. Und sie liebt es, in Trendelburg und seinen sechs Ortsteilen mit dem Kleinbus unterwegs zu sein. „Die Begegnungen hier auf dem Land sind nett und es ist ein Gewinn, mit den Fahrgästen ein Schwätzchen zu halten“, sagt Steiner. Sie stammt aus der Großstadt und ist vor 37 Jahren mit ihrem Mann aus Berlin hierhergezogen. Bis zur Rente hat sie als Anästhesieschwester im Kreiskrankenhaus Hofgeismar gearbeitet.

Bei den Fahrten erfährt sie viel über Dorfstrukturen, wie es früher war und über die Veränderungen. Denn oft sind es die Älteren, die den Bürgerbus in Anspruch nehmen für Fahrten zum oder vom Arzt oder um einzukaufen. Mit einigen Frauen, die sie regelmäßig zum Haus Temme in Deisel zum gemeinsamen Treffen fährt, hat sie sich sogar angefreundet. „Es ist ein rollender sozialer Einsatz“, ist Steiners Eindruck.

Sie findet, dass der Bus – trotz der vielen Stammgäste – besser genutzt werden könnte. Es könnten auch kleine Rundfahrten, zum Kaffeetrinken oder einfach Fahrten ins Grüne angeboten werden, schlägt sie vor. Denn das vom Land Hessen initiierte und von der Stadt Trendelburg getragene Projekt muss sowohl von genügend Bürgern genutzt werden als auch über ausreichend ehrenamtliche Fahrer verfügen.

Monika Steiners Überzeugung ist, dass „es nicht ohne Ehrenamt geht“. Sie ist noch an zwei anderen kulturellen Projekten ehrenamtlich beteiligt. Im Wasserschloss Wülmersen engagiert sie sich im Förderverein. Sie liebt die Atmosphäre dort: „Es ist eine Perle“. Die Veranstaltungen zur Sommerkultur wie das kulinarische Kino oder Konzerte unterstützt sie bei der Bewirtung und dem Aufstellen der Sitzplätze. Die Trendelburger Kunstinitiative liegt ihr ebenfalls am Herzen, sie beteiligt sich auch an deren Aktionen.

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