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Nach zwei Jahren wieder Badespaß: Trendelburger Freibad ist wieder geöffnet

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Von: Gerd Henke

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Das Trendelburger Freibad hat wieder offen: Paula (rechts) und Lea weihten die neue Rutsche ein.
Das Trendelburger Freibad hat wieder offen: Paula (rechts) und Lea weihten die neue Rutsche ein. © Gerd Henke

Zwei Sommer lang war das Trendelburger Freibad wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, jetzt ist es wieder geöffnet. Kinder und Jugendlichen haben sogar freien Eintritt.

Trendelburg – Pünktlich um 10 Uhr öffnete Schwimmmeister Marcell Lückert die Pforte und ließ die ersten Frühschwimmer herein. Das vor herrlicher Kulisse mit der Burg im Hintergrund gelegene Bad hat eine aufwendige Sanierung erfahren.

Rund eine Million Euro sind in den vergangenen Monaten in die Modernisierung der Technik und in die bauliche Ertüchtigung des Beckenrandes investiert worden. Nach Abschluss der Arbeiten im Trendelburger Freibad hatte vor wenigen Tagen auch das Gesundheitsamt Region Kassel grünes Licht gegeben. Das Amt hatte in der Zeit vom 11. bis zum 13. Juli zahlreiche Tests durchgeführt und Wasserproben entnommen. „Alle Tests wurden erfolgreich bestanden“, hatte Bürgermeister Martin Lange am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung verkündet. Alle Bedingungen für einen hygienisch einwandfreien Betrieb seien erfüllt.

Trendelburger Freibad wieder offen: Alte Filteranlage lief 47 Jahre lang

Das Problem zuvor war, dass sich das saubere, chlorierte Frischwasser nicht gleichmäßig in den Becken verteilt hatte. Es gab Bereiche des 1200 Kubikmeter fassenden Bades, in denen das desinfizierte Wasser nur verzögert ankam. Der Grund: Der Beckenrand war an einigen Stellen einige Zentimeter zu hoch ausgebildet, das Wasser konnte nicht überschwappen.

Die Lösung dieses Problems habe der Einbau eines neuen Beckenkranzes aus Edelstahl gebracht, so Lange. Nun gelange das über den Rand strömende Wasser gleichmäßig zurück in den Schwallwasserbehälter und von dort aus in die ebenfalls neu installierte Filteranlage zurück. „Ziel der Sanierung war auch, die Betriebskosten zu senken.“ So verbrauchten beispielsweise die neuen Pumpen, die das Wasser zur Filteranlage pumpen, nur noch 60 Prozent der alten Anlage, die 47 Jahre lang ihren Dienst getan habe.

Schwimmmeister Marcell Lückert zeigt die neuen Wasserfilter im Schwimmbad Trendelburg.
Schwimmmeister Marcell Lückert zeigt die neuen Wasserfilter im Schwimmbad Trendelburg. © Gerd Henke

Die komplett elektronisch gesteuerte Anlage, die zudem auch die Chlorierung übernimmt, erleichtert auch Marcell Lückert die Arbeit. Er muss nun nicht mehr mehrmals am Tag während des Badebetriebes in den Keller und die Anlage nachsteuern. Neben dem Sonnensegel über dem Nichtschwimmerbecken trägt vor allem auch die neue Wellenrutsche zur Attraktivitätssteigerung des Bades bei.

Durch intensive Beratung von Fachleuten und der beauftragten Ingenieure sei es der Stadt gelungen, die Badsanierung komplett über das Dorfentwicklungsprogramm IKEK laufen zu lassen. Das bedeutet, dass 75 Prozent der Kosten, also fast 750 000 Euro, vom Land gefördert werden. Der städtische Anteil liegt bei etwa 250 000.

Die beliebten Kuchen und Torten werden auch wieder am Schwimmbad-Kiosk in Trendelburg angeboten

Lückert will das Wasser in den Becken möglichst nicht unter 22 Grad sinken lassen. Neben der neuen Technik trägt die neue Solaranlage zudem dazu bei, die Energiekosten gering zu halten. Bei vollem Sonnenschein sei bis zu 29 Grad Wassertemperatur möglich. „Ich gehe davon aus, dass wir für die Saison kaum mehr als 3000 Liter Heizöl verbrauchen“, sagt Lückert.

Der Betrieb war noch überschaubar, aber die Nachfrage an der legendären Kuchentheke von Kerstin Monska war schon groß.
Der Betrieb war noch überschaubar, aber die Nachfrage an der legendären Kuchentheke von Kerstin Monska war schon groß. © Gerd Henke

Groß ist die Freude über die Wiedereröffnung auch bei Kerstin Monska. Die Kioskbetreiberin verwöhnt die Gäste nicht nur mit Pommes, Bratwurst und Burgern, sondern vor allem mit ihren Kuchen und Torten, die die Bäckerin und Konditorin selbst herstellt. Das würdigt auch Bürgermeister Lange: „Manch einer besucht unser Bad vor allem wegen Frau Monskas Kuchen – die sind legendär.“ (Gerd Henke)

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