„Die Pflege ist optimal“

Naturschutzgebiet Stahlberg/Hölleberg in hervorragendem Zustand

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Sie überzeugten sich von der Artenvielfalt am Hölleberg: Die ehrenamtlichen Betreuer des FFH-Gebietes Burkhardt (links) und Yvonne Berger (rechts) führten Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange, Naturpark-Chef Dr. Erik Aschenbrand und Stadtverordneten Gerhard Niemeyer in das Naturschutzgebiet. Lange zeigt hier auf eine Stängellose Kratzdistel.

Trendelburg. Ob die Stadt die erfolgreichste Naturschutzgemeinde Hessens ist, wie die Landesregierung 1992 bei der Ausweisung von Stahlberg/Hölleberg als Naturschutzgebiet erklärte, sei dahingestellt.

Dass die Stadt aber über die größten und wertvollsten Kalkmagerrasenflächen Hessens verfügt, gilt als sicher. Allein Hölleberg und Stahlberg haben eine Fläche von 144 Hektar. Aufgrund seiner Bedeutung für die Artenvielfalt wurde das Gebiet 2003 auch zum europäischen Flora-Fauna-Habitat (FFH) erklärt.

Stängellose Kratzdistel.

Auf Einladung der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel fand jetzt eine sogenannte Gebietskonferenz statt. Es galt zu überprüfen, wie sich das Areal seitdem entwickelt hat, denn für Stahlberg/Hölleberg gilt wie für alle FFH-Gebiete das Verschlechterungsverbot. Mit der Untersuchung war 2014 das Kasseler Büro für angewandte Ökologie und Forstplanung (BÖF) beauftragt worden. Dessen Mitarbeiterin Conny Becker konnte in der Konferenz konstatieren: „Das Gebiet hat sich hervorragend entwickelt.“ So sei zum einen der Anteil der besonders wertvollen Flächen noch größer geworden und zum anderen habe sich der Zustand der untersuchten Arten weiter verbessert. Beispiele dafür sind der Ehrenpreis-Scheckenfalter und die derzeit blühende Stängellose Kratzdistel.

Naturschutzbeauftragter Wilfried Bettenhausen

„Die Pflege im Gebiet ist optimal“, sagte Botanikerin Becker. Dass dies so ist, ist mit das Werk von Wilfried Bettenhausen. Der Naturschutzbeauftragte des Forstamtes Reinhardshagen organisiert seit Jahren die Pflege des FFH-Gebietes. Entbuschung, Beweidung, Mahd und Mulchen sind die Arbeiten, die Bettenhausen beauftragt. Wichtig dabei sei, dass der Schwarzdorn an der flächenhaften Ausbreitung gehindert wird. Denn der hätte in Kürze die für den Kalkmagerrasen typischen Pflanzen und die auf diese angewiesenen Schmetterlings- und Insektenarten verdrängt. 

Ehrenpreis-Scheckenfalter

Die Beweidung übernimmt ein- bis zweimal jährlich eine Schafherde, die beim Niederhalten von Büschen von Ziegen unterstützt wird. 

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