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Feuerwehrhaus in Deisel mit vielen Gästen eingeweiht

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Von: Tanja Temme

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Vier Männer stehen in der Dämmerung vor einem großen innen erleuchteten Gebäude und halten einen symbolischen Riesenschlüssel in der Hand. Im Hintergrund stehen viele Menschen.
Den Neubau weihten mit ein (von links): Bürgermeister Martin Lange, Gerald Hillebrand (Vorsitzender Feuerwehrverein), Wehrführer Bernd Schröder und Stadtbrandinspektor Tobias Reidelbach. © Tanja Temme

Nach über einem halben Jahr Betrieb wurde das neue Feuerwehrhaus in Deisel offiziell eingeweiht.

Deisel. Umziehen hinter dem Fahrzeug in der Halle, eine Toilette für alle Einsatzkräfte und Nervenkitzel beim Einparken des roten Riesen: All das hat die Feuerwehr Deisel im alten Feuerwehrhaus lange auf sich genommen. Das ist vorbei, denn schon seit Ostern erfreuen sich die Einsatzkräfte an einem neuen Feuerwehrhaus, das am Samstag mit einer Feier eingeweiht wurde. Viele Einwohner nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung.

Verzögerungen

Als Bürgermeister Martin Lange von den Bauarbeiten berichtete, kam ein Thema immer wieder zur Sprache, nämlich die Verzögerungen der Maßnahme. „Wir wollten zweckmäßig bauen, die Finanzen aber immer im Blick haben.“ Um gute kostengünstige Lösungen zu finden, habe es Zeit gebraucht, erklärte das Stadtoberhaupt. Und so hatte es fünf Jahre von der Förderbescheidbewilligung bis zur Fertigstellung des Objektes gebraucht.

Sonderwünsche gestrichen

„Schickimicki gibt es in unserem Feuerwehrhaus nicht, es ist ein rein funktionales Gebäude“, berichtete Wehrführer Bernd Schröder, Vorschläge seitens der Architekten wie ein gläsernes Vordach mit einer Metallkonstruktion wären deshalb fallengelassen worden. Und auch bei der Größe mussten die Feuerwehrleute Abstriche machen, hatten sie sich doch eigentlich einen dritten Stellplatz in der Fahrzeughalle gewünscht. „Auf hundert Quadratmeter haben wir dort verzichten müssen, allerdings ist die Halle so konzipiert, dass sie leicht erweitert werden könnte“, so Schröder.

Ein Mann und zwei Besucherinnen stehen im Gebäude zwischen mehreren Türen.
Einfach, aber zweckmäßig: Im Neubau hat Frank Kriska 200 Quadratmeter Fliesen verlegt. Hier zeigt er Bärbel Busch und Regina Klieves (rechts) den neuen Bereich. © Tanja Temme

Knapp 500 Quadratmeter ist das neue Domizil der Wehr nun groß, wobei den größten Teil ein Sozialtrakt einnimmt, der 250 Quadratmeter misst. Dort sind zwei Umkleidekabinen sowie geschlechtergetrennte Duschen und WC und ein Besprechungsraum mit Küche untergebracht.

2100 Stunden Eigenleistung

2100 Stunden Eigenleistung haben Wehrmitglieder eingebracht, etwa bei der Innendämmung, den Malerarbeiten und dem Aufstellen der Küche. Lob gab es auch für das Engagement des Feuerwehrvereins Deisel, der mit mehr als 10 000 Euro das Mobiliar, einen großen Fernseher sowie die Küche im Stützpunkt finanzierte. Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest, es sind aber mehr als eine Millionen Euro. Die Eigenleistungen sparten mindestens 100 000 Euro ein. (Tanja Temme)

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