Windkraft-Pläne

Protest bei Windpark-Info-Markt in Gottsbüren

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Oberwesers Bürgermeister Cornelius Turrey sprach für die acht Kommunen, die sich für den Erhalt des Reinhardswaldes und gegen seine Zerstörung durch den Windpark wenden.

Gottsbüren – Beim Info-Markt der Energiegenossenschaft Reinhardswald in Gottsbüren protestierten Bürger und Bürgermeister gegen die Windpark-Pläne.

Mit einem Info-Markt wollte am Montag die Energiegenossenschaft Reinhardwald (EGR) gemeinsam mit dem Bürgerforum Energieland Hessen für den Windpark auf dem Langenberg/Hahneberg und dem Farrenplatz bei Gottsbüren werben. Die Gelegenheit nutzten allerdings auch Bürgermeister von Reinhardswald-Kommunen, um gegen diese Pläne zu protestieren, die aus ihrer Sicht den Wald zerstören.

Grundsätzlich wäre es in Ordnung gewesen, wenn die Bürgermeister den Info-Stand des ebenfalls eingeladenen Aktionsbündnisses Märchenland genutzt hätten, um ihr Anliegen vorzutragen, sagt Ralf Paschold, EGR-Mitglied und einer der drei Geschäftsführer der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG, die den Windpark projektiert. 

Info-Markt zum Windpark Reinhardswald: Bürgermeister stellen Resolution vor

 
 © Björn Friedrichs
 
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Das Format habe vorgesehen, dass sich Besucher in sachlich-ruhiger Atmosphäre an den elf Ständen über Daten, Fakten, Zahlen ein Bild machen konnten, sagt Paschold. Doch dann wurde das Info-Markt-Format jäh gestört: Cornelius Turrey, Bürgermeister von Oberweser stellte sich auf einen Stuhl und stellte den Anwesenden die „Resolution zur Bewahrung des Reinhardswaldes und den Appell gegen seine Zerstörung“ vor. 

Leider sei diese immerhin von acht Bürgermeistern unterzeichnete Resolution trotz mehrfacher Versuche noch nicht in Wiesbaden angenommen worden, so Turrey. Er beklagte zudem, dass die Bürgermeister keine Einladung für den Info-Markt erhalten hätten.

Obwohl Turreys Rede bei den Anwesenden mit lautem Beifall quittiert wurde, wurde ihm und den anderen Bürgermeistern von der Moderatorin schließlich doch das Wort entzogen. Ralf Paschold stimmte dem Vorgehen zu: „Proklamationen mit einer johlenden Gefolgschaft soll es nicht geben“, so der Geschäftsführer gegenüber unserer Zeitung.

Für Klaus Becker, einen der Sprecher des Aktionsbündnisses, war es jedoch „ein Eklat, wenn Bürgermeistern der Reinhardswald-Kommunen das Wort abgeschnitten wird.“

Antrag soll im Juli beim RP eingereicht werden

Nach Angaben der EGR und der Windpark Reinhardswald GmbH sind die Planungen für den Windpark fast abgeschlossen und alle Gutachten erstellt. Im Juli solle der Genehmigungsantrag im Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden, heißt es. 

Ein Genehmigungsverfahren dauert etwa ein Jahr. Im Reinhardswald bei Gottsbüren sollen insgesamt 20 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 5,6 Megawatt und einer Höhe von 240 Meter entstehen.

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