Über 1090 Verkehrsverstöße nach 13 Tagen

Neue Blitzeranlage in Trendelburg nach kurzer Zeit von Unbekannten beschädigt

Eine Radarfalle in Trendelburg-Stammen, an der ein Auto vorbeifährt.
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Vorsicht vor dem Blitzer: In Trendelburg-Stammen steht die erste festinstallierte Radarfalle im Kreisteil Hofgeismar.

Die erste fest installierte Blitzeranlage im Kreisteil Hofgeismar steht in Trendelburg-Stammen. Und diese ist schon nach wenigen Wochen von Unbekannten beschädigt worden.

Trendelburg - Die Sachbeschädigung wurde am Samstag gegen 15 Uhr festgestellt, teilte die Polizei Hofgeismar mit. Mit einem herausgerissenen Leitpfosten wurde die Scheibe eingeschlagen, hinter der sich die Kamera befindet. 1500 Euro beträgt der Schaden, der laut Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange schon behoben wurde. Da die Anlage per Video überwacht wird, hofft man, den Täter so zu überführen.

Aus Richtung Hofgeismar kommend, befindet sich der Blitzer noch vor einer Bushaltestelle und Fußgängerampel. Das habe laut Lange einen guten Grund. „Besonders zu Schulzeiten sind dort viele Kinder unterwegs. An die innerörtliche Geschwindigkeit halten sich nicht alle Fahrer.“ Viele würden sogar noch mal Gas geben, wenn sie merken, dass die Ampel jeden Moment auf Rot umspringt.

Blitzer Trendelburg: Jährliche Einnahme in fünfstelliger Höhe

Dass der Blitzer seine Daseinsberechtigung habe, zeigte sich nach Ansicht des Bürgermeisters schon nach den ersten 13 Tagen. „Es wurden in diesem kurzen Zeitraum 1090 Fahrer geblitzt“, berichtet er. Dass diese Zahl natürlich deutlich zurückgehen werde, sei ihm bewusst. „Wenn die Anlage erst einmal bekannt ist, dann nimmt die Quote ab. Langfristig wird etwa jedes 200. Fahrzeug geblitzt. Für die Stadt Trendelburg würde das jährlich eine mittlere fünfstellige Summe als Einnahme bedeuten“, erklärt Lange.

Die Anlage habe man gemietet. Die Mietgebühr hänge von der Anzahl der festgestellten Verstöße ab. „Wir haben uns bewusst für eine Variante entscheiden, die nicht die höchsten Einnahmen verspricht, dafür aber ein Kostenrisiko für die Stadt ausschließt“, sagt der Bürgermeister.

Martin Lange, Bürgermeister in Trendelburg.

Einmal in der Woche liest ein Mitarbeiter die Anlage aus und kontrolliert sie. Darüber hinaus gebe es noch verschiedene Vorschriften, was die Eichungen des Blitzers betrifft. „Damit müssen wir uns allerdings nicht befassen. Dafür ist der Vermieter der Bitzeranlage zuständig“, erklärt Lange. (Nela Müller)

Verdeckte Messungen im Vorfeld

Während einer zweiwöchigen, verdeckten Messung wurden über 2.000 Verstöße festgestellt. Im Durchschnitt lag das gemessene Tempo in der 50er-Zone zwischen 70 und 80 Stundenkilometer. Das schnellste Auto sei 140 Stundenkilometer schnell gewesen, ein Kleintransporter 109 und ein Lkw 87 Stundenkilometer, sagt Bürgermeister Martin Lange. Deswegen habe der Blitzer seine Daseinsberechtigung und sei „definitiv keine Abzocke, wie manche Leute behaupten“.

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