Märchenfest war Besuchermagnet

Sagenhaftes Mittelalter lockte mit Rittern, Feen und Edelleuten zur Trendelburg

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Aufmerksame Beobachter beim Märchenfest: Wenn der Schmied sein glühendes Eisen bearbeitete, sahen vor allem die jüngsten Besucher ganz genau hin. Fotos: Schmidt

Als ein erneuter Publikumsmagnet erwies sich das siebte Märchenfest auf der Trendelburg. Verkleidete Ritter sowie passende weibliche Begleitung strömten durch das niedrige Burgtor in den Burginnenhof.

Dort erwartete die Besucher ein packendes Programm: Ein Paar auf Stelzen wirkte mit ausgefallenen Kostümen wie aus einer anderen Zeit. Die Stelzenakrobatiker aus Frankfurt umgarnten das Publikum mit ihren Gesten zu sphärischer Musik oder bewegten sich zum treibenden Rhythmus eines finnischen Tanzes, den Saldatio Draconum vor der Burgmauer spielte. Immer wieder tauchten sie ins Publikum ein und verbreiteten eine zauberhafte Stimmung.

Beginn des Festes war ein Rundgang durch Trendelburg und eine anschließende Runde mit Moderation durch Ritter Dietrich. Bekannte Märchenfiguren wie Schneewittchen mit Stiefmutter, Rapunzel, Dornröschen und Frau Holle waren beteiligt und regten bei den vielen Kindern die Fantasie an, ebenso Kaiser Heinrich II. mit Kunigunde aus Kaufungen sowie ihrem Gefolge, Herzogin Eleonore mit dem blutrünstigen englischen König Heinrich VIII. und die Salzfee aus Bad Karlshafen.

„Das Spinnen war gut. Ich musste Hand und Fuß gleichzeitig einsetzen“: Jona Rottkamp (10) aus Salzkotten bei Paderborn lässt sich von Spinnstubenfrau Christine Metzler-Bräutigam zeigen, wie ein Wollfaden gesponnen wird.

Rittershow im Burggraben

Umlagert von vielen Zuschauern war die Show der Freyschar von Borkenrode direkt am Fuß des Rundturms im Burggraben. Die Kinder gingen begeistert mit, als der Hauptmann in Eisenrüstung seine Schatztruhe mit Gold gegen alle möglichen Feinde verteidigen musste, darunter drei Frauen, die es im Kampf mit ihm aufnahmen. Dabei landete er öfter auf dem Rücken, denn die Kämpferinnen hatten manche List auf Lager.

Beliebt bei den Kindern waren das Schmieden mit heißem Eisen, Wolle spinnen, Basteln von Handpuppen, Bogenschießen, Gesichter Bemalen und das Herstellen riesiger Seifenblasen. In den geöffneten Rapunzelturm wollten wieder viele Besucher hinaufsteigen.

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