Am Keß-Pfuhl-Teich 

Saisonauftakt für Angler in Göttsbüren: Glück zu früher Stunde

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Mit Bienenmaden zum ersten Fang des Tages: Arne Fülling freut sich über eine prächtige Forelle.

Gottsbüren. Saisonauftakt für die Mitglieder des Angelsportvereins am Keß-Pfuhl-Teich. Für Arne Fülling ist es immer etwas ganz Besonderes, früh morgens am Wasser zu sitzen.

Wenn sich der Nebel langsam verzieht und am Horizont die Sonne ihre ersten Strahlen in den Tag schickt, lässt er zu gern seine Gedanken schweifen und die vielleicht stressige Arbeitswoche als Prokurist bei einer Bank weit hinter sich.

In den warmen Monaten des Jahres tut er das meist am Gottsbürener Keß-Pfuhl-Teich, dem Vereinsgewässer des Angelsportvereins, dem er seit vielen Jahren angehört. Rund 50 Mitglieder sind hier aktiv, und ein großer Teil davon hat es sich am frühen Samstagmorgen rund um den idyllisch inmitten des Reinhardswaldes gelegenen Teich gemütlich gemacht zum Saisonauftakt.

Die richtige Ausrüstung ist wichtig

„Fische beißen vor allem früh morgens, deshalb sind auch wir Angler Frühaufsteher“, sagt Fülling, überglücklich, dass die angelfreie Zeit nun wieder ein Ende hat. Neben Angelruten, Ködern und Kescher ist auch eine Kühltasche am Start, nicht nur für die gefangenen Fische, sondern auch für das Erfrischungsgetränk zwischendurch. Ein Samstag am See kann für den 44-Jährigen durchaus einmal länger werden, weiß er schließlich nie, wie die Teichbewohner gerade beißen.

Hunderte Karpfen, Schleien, Weißfische, Brassen und Forellen sind hier zuhause, sogar Aale haben sich in den Teich verirrt. Wie, das ist für die Vereinsmitglieder ein Rätsel. „Die sind irgendwie reingewandert“, so der passionierte Angler. „Vielleicht sind sie von der vorbeifließenden Holzape rüber geschlichen, reingesetzt jedenfalls haben wir keine.“ Ab und an lande mal einer am Haken, gezielt geangelt werde nach ihnen aber nicht.

Bei kaltem Wasser sind die Fische träge

Ganz anders bei den Großforellen, auf die es die Gottsbürener zum Start in die Saison abgesehen haben. Und um exakt die anzulocken, kommen verschiedenste Köder zum Einsatz. „Bienenmaden mögen die Forellen beispielsweise gern, auch Würmer oder spezielle Pasten, jeder hat da seine persönlichen Tricks.“

Fülling selbst ist da flexibel, versucht es gerade mit Bienenmaden. Noch kann er die Fische nicht wirklich vom schmackhaften Snack überzeugen, nur zwei haben gebissen, und das, obwohl er schon seit knapp drei Stunden am Ufer ausharrt. Das Wasser sei noch relativ kalt und die Fische daher träge, was sich mit zunehmenden Temperaturen rasch ändern werde. 

Forellen schmecken goldig veredelt oder vom Grill

Geduld müsse man als Angler auf jeden Fall haben, sagt er und präpariert einen frischen Köder am Haken. Ein paar mehr sollen nämlich noch in der Kühltasche landen, schließlich will er möglichst bald seinen Räucherofen anwerfen.

„Forellen kommen bei mir nur schön goldig veredelt auf den Teller, natürlich schmecken sie aber auch frisch vom Grill hervorragend.“ Doppelt gut seien sie natürlich selbst gefangen und verbunden mit der Erinnerung an einen Morgen am See, an dem sich der Nebel langsam verzogen und am Horizont die Sonne ihre ersten Strahlen in den Tag geschickt hat.

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